Ein Klick und das Geld ist wegDiese Fake-Mail räumt dein Konto leer
Sven Ziegler
11.2.2026
Cyber-Kriminelle versuchen mit gefälschten Digitec-Mails an Daten zu kommen
Imago / Bildmontage blue News
Cyberkriminelle versenden aktuell Phishing-Mails im Namen von Galaxus. Mit einer angeblichen Kundenzufriedenheitsumfrage und einem Gratis-Parfüm locken sie Opfer auf eine täuschend echte Fake-Website – am Ende landen Kreditkartendaten bei Betrügern.
In der Schweiz kursieren derzeit betrügerische E-Mails, die angeblich von Galaxus stammen. Wie die Behörden auch auf der Plattform für Cyberkriminalität warnen, handelt es sich dabei um eine Phishing-Masche mit dem Ziel, sensible Kundendaten zu erbeuten. Die Nachrichten erwecken den Eindruck einer offiziellen Kundenzufriedenheitsumfrage und versprechen als Dankeschön ein kostenloses Produkt.
Wer auf den in der E-Mail enthaltenen Link klickt, gelangt jedoch nicht auf die echte Website des Onlinehändlers, sondern auf eine täuschend echt gestaltete Fälschung. Die Internetseite ist optisch stark an das Original angelehnt, sodass sie auf den ersten Blick seriös wirkt. Die Fragen der Umfrage erscheinen harmlos und beziehen sich etwa auf Kaufgewohnheiten oder Zufriedenheit mit dem Angebot.
Mit dieser E-Mail sollen Opfer angelockt werden.
Screenshot
Im weiteren Verlauf werden die Nutzerinnen und Nutzer dazu aufgefordert, ihre persönlichen Angaben einzugeben, um das versprochene Geschenk zu erhalten. Dabei werden unter anderem Postadresse, E-Mail-Adresse und weitere Kontaktdaten abgefragt. Diese Informationen können von den Betrügern für Identitätsmissbrauch oder weitere gezielte Betrugsversuche verwendet werden.
Polizei warnt vor Missbrauch
Am Ende des Prozesses erscheint ein Bezahlvorgang, der dem offiziellen Check-out von Galaxus nachempfunden ist. Obwohl das Produkt als kostenlos beworben wird, wird ein kleiner Betrag, beispielsweise für den Versand, verlangt. Wer in diesem Schritt seine Kreditkartendaten eingibt, übermittelt diese direkt an die Täter. In der Folge drohen unautorisierte Abbuchungen oder weiterer finanzieller Schaden.
Cybercrimepolice.ch rät dazu, verdächtige E-Mails konsequent zu ignorieren und keine Links anzuklicken. Sensible Daten sollten grundsätzlich nur auf vertrauenswürdigen und sorgfältig geprüften Internetseiten eingegeben werden. Wer unsicher ist, sollte sich direkt beim betroffenen Unternehmen über offizielle Kanäle informieren.
Personen, die bereits ihre Kreditkartendaten preisgegeben haben, sollen umgehend ihr Finanzinstitut kontaktieren und die betroffenen Karten sperren lassen. Zudem wird empfohlen, Konto- und Kreditkartenbewegungen genau zu überwachen und bei der zuständigen Kantonspolizei Anzeige zu erstatten.
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