Bei «Candy Crush» herrscht noch immer Goldgräberstimmung

10.1.2019 - 10:26, Martin Abgottspon

«Candy Crush» hatte 2018 wieder wachsende Spielerzahlen und Umsätze.
Bild: Kind Digital Entertainment

Jeder spricht von «Fortnite», «Pokémon Go» oder «Red Dead Redemption 2». Zu den grössten Verdienern in der Gamingwelt zählt aber nach wie vor «Candy Crush».

Vor zwei Jahren hat man «Candy Crush» bereits für tot erklärt, weil die Einnahmen des Mobile-Games damals stark zurück gingen. Gefühlt hatte das Spiel seine besten Zeiten ebenfalls längst hinter sich. Nur selten sah man im Tram oder im Wartezimmer des Arztes noch jemand «Candy Crush» spielen.
Doch der Eindruck täuschte. Denn gemäss den neusten Zahlen von «Sensor Tower» hat Entwickler King Digital Entertainment mit seinem Flaggschiff 2018 wieder zugelegt.



Rund 1,5 Milliarden Franken hat das Unternehmen mit seinen Gratis-Spielen eingenommen. Wichtigster Geldlieferant ist erstaunlicherweise bis heute die Erstausgabe «Candy Crush Saga», die 63 Prozent des Umsatzes ausmacht. Die restlichen Millionen werden mit «Candy Crush Soda Saga», «Candy Crush Jelly Saga» und «Candy Crush Friends Saga» erwirtschaftet.

Parallel zum Umsatzanstieg haben sich 2018 auch rund 230 Millionen neue Spieler bei «Candy Crush» angemeldet. Wenn man nun bedenkt, dass nur schätzungsweise drei Prozent aller Spieler auch tatsächlich Geld in der App ausgeben, ist der erzielte Gewinn umso erstaunlicher.

Absoluter Spitzenverdiener ist «Candy Crush» mit diesem Wert zwar nicht, denn «Fortnite» spielt mit seinem kürzlich verkündeten 3-Milliarden-Gewinn diesbezüglich in einer eigenen Liga. Andere Top-Titel, die sehr breitenwirksam gespielt werden, können sich bei «Candy Crush» aber durchaus noch eine Menge abschauen.

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