«Black Lives Matter»: Die Spieleindustrie solidarisiert sich

#Von Martin Abgottspon

2.6.2020

Die grössten Spielefirmen nehmen die aktuelle Situation in den USA sehr ernst und reagieren entsprechend.
Bild: Twitter

Die grossen Spielekonzerne wie Sony, Microsoft oder Electronic Arts reagieren auf die Proteste in den USA. Sie sagen wichtige Events ab und wollen ihrerseits ein Zeichen gegen Rassendiskriminierung setzen.

An diesem Donnerstag hätten Playstation-Fans endlich detaillierte Informationen zur nächsten Konsolengeneration erhalten sollen. Nun hat Sony den Event aber nach hinten verschoben. Andere Themen hätten aktuell Vorrang und auf Twitter schreibt das Unternehmen unter dem Hashtag «BlackLivesMatter»: «Wer über die Gewalt und den Rassismus gegen Schwarze schweigt, ist mitschuldig. Wir solidarisieren uns heute und jeden weiteren Tag mit der schwarzen Gemeinschaft.»

Nur wenig Spiele, die sensibilisieren

Aber nicht nur Sony, sondern zahlreiche andere Grössen der Games-Industrie erheben nach dem Tod von George Floyd ihre Stimme. Egal ob Microsoft, Electronic Arts, Naughty Dog oder Bethesda, alle beziehen eine klare Stellung und rücken die eigenen Interessen dafür in den Hintergrund. So wurden beispielsweise weitere Events und auch Spiele- und Seasonlaunchs wie in «Call of Duty» auf unbestimmte Zeit verschoben.

«Detroit: Become Human»
«Detroit: Become Human» ist ein Action-Adventure. Wie bereits bei anderen Spielen von Quantic Dream handelt es sich auch bei «Detroit: Become Human» um ein Art interaktiven Film, bei dem ein besonderer Wert auf die Handlung und die freie Entscheidungsmöglichkeit des Spielers, mit direkt oder erst später spürbaren Konsequenzen, gelegt wird.

Guillaume de Fondaumière von Quantic Dream konnte sich in seiner Botschaft ein wenig Werbung dann doch nicht verkneifen. Hier macht diese aber durchaus Sinn. Er betonte nämlich, dass in «Detroit: Become Human» genau dieses Thema sehr ausführlich behandelt würde. Die Promotion eines Spiels ist hier natürlich nicht meine Absicht. Ich benutze lediglich meinen (sehr begrenzten) Stimmenanteil, um meine Überzeugung zum Ausdruck zu bringen. Auch Bücher, Filme und (sehr wenige) Spiele befassen sich mit dieser sehr ernsten Angelegenheit. Ich bin stolz darauf, an einem Projekt mitgewirkt zu haben, das das getan hat, das ist alles.»

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