Speicherkrise Das Warten auf die Playstation 6 könnte noch länger dauern

Martin Abgottspon

17.5.2026

Wie die Playstation 6 aussehen wird steht ebenso in den Sternen wie viele andere Details.
Wie die Playstation 6 aussehen wird steht ebenso in den Sternen wie viele andere Details.
ChatGPT @blueNews

Die PlayStation 6 ist noch nicht angekündigt, doch hinter den Kulissen kämpft Sony bereits mit einem Problem. Ausgerechnet Speicherchips entwickeln sich für den Konzern zunehmend zum Risikofaktor.

Martin Abgottspon

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  • Sony hat für die PlayStation 6 bisher weder Release noch Preis festgelegt. Grund sind stark steigende Kosten für Speicherchips und andere Hardware-Komponenten.
  • Vor allem der KI-Boom treibt die Preise nach oben. Grosse Rechenzentren kaufen enorme Mengen an Hochleistungsspeicher.
  • Sony prüft deshalb offenbar neue Strategien für die nächste Konsolengeneration wie auch andere Geschäftsmodelle.

In einer Fragerunde mit Investoren erklärte Sony-Präsident Hiroki Totoki letzte Woche, dass weder der Erscheinungstermin noch der Preis der PS6 derzeit feststehen. Grund dafür seien unter anderem die stark gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher und andere Komponenten. Vor allem der Boom rund um Künstliche Intelligenz verändert den Markt massiv. Grosse KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Hochleistungsspeicher – und treiben damit Preise und Nachfrage nach oben.

Für Sony wird das zum Problem, weil moderner Speicher zu den teuersten Bauteilen einer Konsole gehört. Laut Totoki hat sich der Konzern für 2026 zwar bereits wichtige Materialmengen gesichert. Schwieriger werde jedoch die Planung für das Geschäftsjahr 2027. Sony rechnet weiterhin mit knappen Angeboten und hohen Preisen.

Neues Finanzierungsmodell in Aussicht

Der Konzern denkt deshalb offenbar nicht nur über die Hardware selbst nach, sondern auch über neue Geschäftsmodelle. Totoki sprach davon, verschiedene Szenarien und Strategien zu simulieren. Was genau damit gemeint ist, liess er offen. Denkbar wären etwa unterschiedliche Hardware-Versionen, neue Abo-Modelle oder ein höherer Einstiegspreis für die Konsole.

Die Aussagen zeigen vor allem eines: Sony scheint beim klassischen Konsolenmodell vorsichtiger zu werden. Bisher wurden neue PlayStations meist vergleichsweise günstig verkauft, während das Geld später über Spiele, Online-Dienste und digitale Käufe verdient wurde. Wenn Bauteile dauerhaft teurer bleiben, gerät dieses System zunehmend unter Druck.

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Offiziell bestätigt ist zur PlayStation 6 weiterhin kaum etwas. Allerdings arbeiten Sony und AMD bereits an neuen Technologien für kommende Hardware. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass dabei vor allem KI-gestützte Grafiktechniken und effizientere Berechnungen eine wichtige Rolle spielen werden.

Für Spieler könnte das langfristig bedeuten, dass die nächste Konsolengeneration weniger durch riesige Leistungssprünge auffällt – sondern stärker durch clevere Technik, die vorhandene Hardware effizienter nutzt. Die PlayStation 6 wird damit nicht nur Sonys nächste Konsole, sondern auch ein Test dafür, wie gut das traditionelle Konsolenmodell noch in die KI-Ära passt.