«Death Stranding» – zwischen Meisterwerk und Wander-Simulator

Fabian Gilgen

6.11.2019 - 14:09

Alle Kritiker sind sich einig: Die Landschaft von «Death Stranding» ist atemberaubend.
Bild: Sony Interactive Entertainment

Die Trailer zu «Death Stranding» verraten nicht wirklich, worum es bei dem Spiel geht. Auch sind sich die ersten Kritiken nicht ganz einig, wie das Spiel zu beurteilen ist. Jedoch will Entwickler Hideo Kojima gerade, dass man im Spiel zuerst verwirrt ist.

Die ersten Kritiker sind sich zu «Death Stranding» nicht ganz einig. Auch wenn die meisten Reviews deutlich positiv ausfallen, reichen die Meinungen von okay bis ausgezeichnet. Und ein paar wenige Kritiker können gar nichts mit dem Spiel anfangen und tun es als Wander-Simulator ab. Die meisten sind sich aber darin einig, dass «Death Stranding» polarisieren und nicht für jedermann sein wird.

Der Trailer zu «Death Stranding».

Video: Youtube

Neben schrägen Mechaniken, wie das Pinkeln auf Pilze, sei auch der langfädige Beginn des Spiels dafür verantwortlich. Dies wiederum bestätigt ein Statement von Chef-Entwickler Hideo Kojima, dass er gegenüber «Gamereactor» abgegeben hat:

«Vielleicht macht ‹Death Stranding› wirklich Spaß, wenn man 50 Prozent des Spiels abgeschlossen hat. Spieler von Shootern und anderen Genres gehen mit der Einstellung ins Spiel, gerade zu wissen, worum es geht. Ich wollte dieses Gefühl nicht vermitteln. Jeder sollte vom Nullpunkt aus beginnen. Ich weiß nicht, wie man das Spiel aufnehmen wird. Was wir bisher gezeigt haben, verwirrt viele, aber es macht alles wirklich Sinn, wenn man ‹Death Stranding› spielt.»



Film oder Spiel?

Was viele Kritiker ebenfalls polarisiert, ist die Inszenierung des Spiels. Einige meinen, dass die Story und wie diese erzählt wird eher zu einem Film oder einer Serie passen würden. Andere aber empfinden das als eine willkommene Innovation. Was aber niemand bestreiten kann, ist die schöne Szenerie und schauspielerische Leistung, wie zum Beispiel von Hauptdarsteller Norman Reedus.

Ein Blick hinter die Kulissen von «Death Stranding».

Video: Youtube

Dieser verwischten Grenze zwischen Film und Spiel ist sich Kojima bewusst. In einer Dokumentation von BBC meint er, dass sich diese Grenze in Zukunft immer schwieriger ziehen lassen wird. Denn durch das Aufkommen von Streaming-Diensten wie Google Stadia würden die Spiele sich verändern, weil sie auch immer mehr direkt in Konkurrenz mit Filmen und Serien träten. Kojima freut sich aber bereits jetzt, solche Spiele entwickeln zu können.



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