Erste Eindrücke vom neuen «Call of Duty»: eine neue Hoffnung

Pascal Wengi

28.10.2019 - 13:42

Realismus nimmt im neusten «Call of Duty»-Ableger eine zentrale Rolle ein.
Bild: Activision

Keine Jetpacks, keine Wandläufe und keine Roboter  – nur gute alte Bodengefechte. Die «Call of Duty»-Franchise kehrt nach teils umstrittenen Ausflügen ins Weltall mit «Modern Warfare» zurück in die Gegenwart. Ein guter Entscheid.

Alle Jahre wieder erwartet uns neben der Steuerrechnung und dem gefühlten Zerfall der gesellschaftlichen Ordnung beim ersten Schnee auch regelmässig ein neuer Titel der «Call of Duty»-Reihe. Schon seit Jahren wechseln sich verschiedene Studios bei der Entwicklung ab und liefern Fans der Serie Shooter-Spektakel mit verschiedenen Settings.

Die «Black Ops»-Reihe drehte sich um verdeckte CIA-Einsätze und begleitete die Mason Familie über verschiedene Generationen hinweg vom Kalten Krieg bis in die nahe Zukunft. Es folgten diverse Titel, bei welchen der Zweite Weltkrieg im Fokus stand und mit «Advanced Warfare» und «Infinite War» war auch für futuristische Kampagnen gesorgt.

Zurück zu den Wurzeln

Die beliebteste Reihe innerhalb des «Call of Duty»-Universum war aber schon immer «Modern Warfare» mit seinem realistischeren Setting und der überragenden Storykampagne rund um den Ausbruch des dritten Weltkriegs. Einzelne Missionen haben dabei sogar Kultstatus erreicht. Nebst den hollywoodreifen Szenen war es aber vor allem auch der Mehrspielermodus der «Modern Warfare»-Reihe, der Fans regelmässig in einen Adrenalinrausch versetzte.



Nun lag diese Reihe aber seit 2011 und «Modern Warfare 3» quasi auf Eis und Activision fokussierte sich acht Jahre lang auf andere Szenarien. Viele Fans der ersten Stunde waren darüber nicht sehr glücklich. Denn die letzten, eher zukunftsorientierten Titel, brachten Gameplay-Mechaniken mit sich, die sehr gewöhnungsbedürftig waren. Als Beispiele dienen etwa Wandläufe, Doppelsprünge oder auch der Greifhaken. Dabei wollten viele Veteranen doch einfach wieder normale Soldaten mit normaler Ausrüstung. Granaten und Pistolen statt Laserdrohnen und Killerroboter.

Krieg so realistisch wie noch nie

Das Aufhorchen der Community war somit gross als Activision einen neuen «Modern Warfare»-Titel ankündete und erste Gameplay-Szenen die Rückkehr zu alten Wurzeln versprachen. Schon die Beta überzeugte. Keine Exo-Anzug-Supersoldaten in neonpinken Premium-Skins, welche mit Laserwaffen an Wänden entlangrennen, sondern wieder Soldaten, die sich im Dreck des Schlachtfelds mit realistischen Waffen bekriegen. Bis jetzt hält Activision, was es versprach.



Man will den Spielern den Krieg so nah und realistisch wie möglich rüberbringen. Ein grosses Versprechen, das auch unschöne Seiten mit sich bringt. Erst recht, wenn die Spieler selber vor moralisch tiefgehende Entscheide gestellt werden. Doch immerhin gibt es hier noch gewisse Leitplanken, die auch wirklich nötig sind.

Ob «Call of Duty: Modern Warfare» auch spielerisch zu überzeugen vermag, erfährt man in Kürze hier in unserer Review.

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