«Luigi’s Mansion 3»: Ein Geisterjäger ohne Saugkraftverlust

Fabian Gilgen

31.10.2019 - 11:30

Luigi muss sich erneut seiner Angst vor Geistern stellen.
Bild: Nintendo

Nach sechs Jahren des Wartens kriegt Luigi endlich wieder sein eigenes Spiel. Wie in seinen Vorgängern schultert Luigi wieder seinen Staubsauger und versucht seinen Bruder Mario, Peach und die Toads von Geistern zu befreien.

Endlich geht es wieder mal in einen entspannenden Urlaub. Dies hat sich wohl Luigi gedacht, als er Mario, Peach und die Toads in ein Luxushotel eingeladen wurden. Bereits in der ersten Nacht im Hotel wird aber klar, dass sie in den Fängen von König Buu Huu gelandet sind. Dieser sperrt sie in Bildern ein. Nur Luigi entkommt ganz knapp.

Der Trailer zu «Luigi's Mansion 3».

Video: Youtube

Zuerst irrt Luigi ganz hilflos und verängstigt durch den Keller des Hotels. Er findet dann aber schnell den Geister-Sauger Schreckweg FL-U, der mit der Taschenlampe Stroboblitz ausgebaut ist. Damit ausgerüstet kann nun Luigi den Kampf gegen die Geister aufnehmen.

Gameplay

Luigi muss sich nun durch 17 Etagen voller Geister und Rätsel kämpfen. Hierbei nutzt er den Schreckweg einerseits als Waffe, indem er Geister mit ihm einsaugt, nachdem er sie mit dem Stroboblitz blendet und damit verwundbar macht. Während dem Einsaugen können, dann die Geister hin und her geworfen werden, was sich richtig gut anfühlt. Luigi mag zwar ängstlich sein, fasst die Geister aber keinesfalls mit Samthandschuhen an.

Dieses einfache Schema funktioniert aber nicht einfach so bei jedem Geist. Denn die vielen unterschiedlichen Geister haben manchmal Sonnenbrillen oder Schilde, um sich vor dem Stroboblitz zu schützen. Hier kommt dann zum Beispiel die Saugnapf-Erweiterung des Schreckwegs zum Einsatz. Mit diesem kann Luigi Saugnäpfe verschiessen, die an ebenen Flächen haften bleiben. Diese kann er dann wiederum mit dem Schreckweg einsaugen, um so Schilde den Geistern zu entreissen. Der Spieler muss seine Herangehensweisen immer wieder anpassen, um die verschiedenen Geister besiegen zu können. Schnelles Erkennen von Mechaniken und schnelles Umdenken ist dann vor allem auch bei den Boss-Geistern gefragt, die zahlreich auf Luigi warten. Aber spätestens hier bemerkt man, dass die Steuerung etwas umständlich ist.

Auch bei den vielen Rätseln ist der Spieler gefordert. Diese werden nämlich mit dem Spielverlauf kontinuierlich komplexer. Zuerst geht es vor allem darum, aufmerksam zu sein und die Umgebung zu beobachten, um den richtigen Weg zu finden. Später muss der Spieler aber dann auch mal um die Ecke denken und die neue Funktion Fluigi richtig einsetzen. Fluigi ist ein gallertartiger Klon von Luigi, den er aus dem Schreckweg hinausblubbern lassen kann. Fluigi kann durch Röhren oder Gitter flutschen und so helfen, Rätsel-Passagen zu lösen.

Sollte man beim Rätseln nicht mehr weiterkommen, kann man sich einen Freund dazuholen, der im Koop-Modus Fluigi steuert, sodass Rätsel nicht nur einfacher werden, sondern auch mehr Spass machen.

Atmosphäre

«Luigi’s Mansion 3» ist ganz offensichtlich nicht wirklich ein Horror-Spiel. Auch wenn es immer wieder schafft, mit schönen Licht- und Nebel-Effekten eine schaurige Atmosphäre zu schaffen. Die Atmosphäre wirkt viel mehr heiter und leicht als drückend und furchteinflössend. Aber das will es auch nicht.

Es glänzt vor allem mit den mit Liebe zum Detail gestalteten Etagen, wobei keine der einen gleicht. Jede hat ihr eigenes Thema. So trifft Luigi zum Beispiel auf eine Botanik-, Filmset- oder Dinosaurier-Museum-Etage. Darin liegt auch die grosse Motivation, immer wieder staunen zu können, was die nächste Etage an Ideenreichtum und Witz für den Spieler bereithält.

Die Liebe zum Detail findet sich nicht zuletzt auch bei den Animationen von Luigi. Diese sind sehr glaubhaft und flüssig. Es macht einfach Spass, Luigi zu steuern und ihm dabei zuzusehen, wie er Geister vermöbelt oder auch mal seine Miene verzieht vor Angst.

Multiplayer

Auch nach den etwa 15 Stunden, die man für die Story braucht, bietet das Spiel durch die Multiplayer-Modi weiterhin Spielspass. Dies geschieht mit bis zu sieben Mitspielern online oder lokal, wo man entweder in verschiedenen Spiel-Modi gegeneinander antritt oder auf zufallsgenerierten Etagen zusammen gegen Geister kämpft.

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