Komm auf meine «Animal Crossing»-Insel

Martin Abgottspon

29.7.2020 - 09:58

«Animal Crossing» ist dieses Jahr für die Nintendo Switch erschienen und lockte Millionen von Spielern an.
Bild: Nintendo

Es kann definitiv niemand behaupten, Corona mache nicht erfinderisch. Das zeigt auch dieses Beispiel einer amerikanischen Stripperin, die ihre Arbeit in ein Videospiel verlegt hat.

Wie vielerorts auf dieser Welt liegt auch in den USA das Sex-Gewerbe wegen Corona flach. Strip-Clubs und Bordelle wurden dichtgemacht. Tausende haben ihren Job verloren und müssen sich neu orientieren. Eine 24-jährige Texanerin hat dank etwas Geschäftssinn und einem neuen Hobby jedoch schnell eine richtig lukrative Alternative gefunden.



Wie die Frau in einem Gespräch mit Kotaku erzählt, begann jedoch alles eher zufällig. Einer ihrer treusten Fans schenkte ihr zum Start des Lockdowns eine Nintendo Switch mit dem neu erschienenen «Animal Crossing». Also verbrachte die Stripperin wie so viele andere Gamer ihre Freizeit fortan auf ihrer kleinen Insel und verkündete irgendwann via Twitter, dass sie so richtig in ihrem neuen Hobby und dem Spiel angekommen sei. Der Startschuss zu einer neuen Karriere.

Mehr Date als Erotik

Es dauerte nicht lange, bis sich erste Kunden bei ihr meldeten und ihr anboten, gegen Geld mit ihnen zu spielen. Warum nicht? Für 20 Dollar pro halbe Stunde öffnete die 24-Jährige die Tore ihrer Insel. Dort können die Besucher die Stripperin in ihrer gewohnten Arbeitskleidung live über einen Camgirl-Service beobachten.



Wie sich rausstellte, geht es für viele aber gar nicht um Sex oder Erotik. «Viele sehen mich und wir reden. Sie laufen über die Insel und bewässern meine Blumen und bringen mir Geschenke», schildert die Frau den Kontakt mit ihren Kunden. 

Es fühle sich viel mehr an wie ein Date. Vielen Männern gehe es nur um Zweisamkeit, worüber die Stripperin auch nicht unglücklich ist. Denn bei der gemeinsamen Jagd nach Käfern sei es gar nicht immer so einfach, sexy zu sein.

Expansion in Aussicht

Das Geschäft floriert, die Kunden stehen Schlange und decken die Stripperin mit Trinkgeld ein, vor allem mit der Ingame-Währung Sternis. «Ich habe eine Milliarde Sternis auf der Bank. Es ist lächerlich. Der schwerste Teil des Spiels ist es, Inseln zu finden, die einen guten Preis für Rüben zahlen, aber diese Jungs erledigen die ganze Arbeit, so eine Insel zu finden, für mich.»

Weil das Geschäft so gut läuft, denkt die Texanerin aktuell bereits darüber nach, ihre Dienste auszubauen. Einige Kunden haben sich auch bereits erkundigt, ob sie auch andere Spiele wie «Mario Kart» in ihren Service aufnehmen könnte. Bei dieser Nachfrage? Warum nicht?

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