Technik-Schnäppchen: Bei diesen Produkten kann Geiz gefährlich sein

Dirk Jacquemien

13.3.2018

Wir alle machen gerne Schnäppchen, vor allem bei Technik-Einkäufen lässt sich viel Geld sparen. Doch Geiz ist nicht immer geil: Manchmal zahlt es sich aus, ein Bisschen mehr zu investieren. Wir zeigen, bei welchen Produkten Sie - auch Ihrer Sicherheit zuliebe - lieber etwas mehr investieren sollten.

1: Ladegeräte und -kabel

Einen Ersatz für das mitgelieferte Ladegerät oder -kabel zu bekommen, ist oft eine teure Angelegenheit. Denn die Hersteller lassen sich Ersatzteile in der Regel fürstlich bezahlen. Da ist die Versuchung gross, einfach im Internet nach billigem Ersatz zu suchen.

Doch gerade wenn es um die Stromversorgung geht, ist höchste Vorsicht angebracht. Mangelhaftes Zubehör mit schlechter Isolierung oder falscher Spannung kann Ihre Geräte beschädigen oder sogar Stromschläge und Brände verursachen. Daher hier lieber Originalzubehör oder solchen von renommierten Drittherstellern verwenden - das kostet zwar oft ein paar Franken mehr, aber bei der Sicherheit sollte nicht eingespart werden.

2: Powerbanks

Durch die immer stärker werdende Abhängigkeit vom Smartphone steigt auch der Bedarf, deren meist schwache Akkulaufzeit zu verlängern. Ergo tragen immer mehr Menschen Powerbanks mit sich rum.

Auch hier sollte man auf Qualitätsware achten. Denn minderwertige Lithium-Ionen-Akku sind besonders volatil und gehen auch gerne mal in Flammen auf. Sitzt man mit der Powerbank dann beispielsweise gerade im Flugzeug, kann das ganz böse enden.

Darauf müssen Sie beim Kauf von Powerbanks achten

3: USB-Sticks und SD-Karten

Auch Speicherplatz ist immer mehr gefragt, die ganzen hochauflösenden Bilder und Videos müssen schliesslich irgendwo abgelegt werden. Doch auch hier ist Geiz oft fehl am Platz.

Denn zum einen ist SD-Karte nicht SD-Karte. Neben Format und Kapazität muss man vor allem auf die Lese- und Schreibgeschwindigkeit achten. Hier gibt es dramatische Unterschiede, die in diesem Artikel erklärt werden.

USB-Sticks werden im Cloud-Zeitalter zwar immer weniger eingesetzt, gerade deshalb sollte man aber hier auf Qualität setzen. Und bei Billig-Sticks versteckt sich manchmal sogar fabrikfrisch Schadsoftware auf dem Speicher. Vor der ersten Nutzung sollte man einen neuen USB-Stick daher erstmal formatieren.

4: Smartphones aus dem Ausland

Viele günstige Smartphones sind im Hochpreisland Schweiz offiziell gar nicht erhältlich. Da ist es natürlich verlockend, etwa in Fernost nach billigen Modellen zu suchen und hierher liefern zu lassen. Doch das scheinbare Schnäppchen könnte schnell nach hinten los gehen. So könnte Malware auf dem Gerät versteckt sein. Und handelt es sich etwa um bewusste Nachmachungen anderer Geräte, könnte der Zoll Ihr neues Smartphone ersatzlos einkassieren.

Selbst bei legitimen, günstigsten Android-Smartphones ist es aber sehr wahrscheinlich, dass Sie nie ein Software-Update bekommen werden. Wird dann etwa in einem halben Jahr eine kritische Sicherheitslücke bei Android entdeckt, bleiben Sie ungeschützt. Auch dieses Risiko sollte gegen das vermeintliche Schnäppchen abgewogen werden.

5: Drucker

Auch im digitalen Zeitalter muss man ab und zu mal was auf Papier fassen. Also braucht es einen Drucker. Die Auswahl ist riesig, und viele Modelle sind ziemlich günstig.

Doch Vorsicht: Bevor man einen Drucker kauft sollte man genau schauen, wie viel die Ersatzpatronen für dieses Modell kosten. In manchen Fällen sind sie sogar genauso teuer wie ein neues Gerät. Wer relativ viel druckt, sollte daher eher in einen etwas teureren Laserdrucker investieren. Sonst muss man jeden Monat ein halbes Vermögen für Patronen-Nachschub bezahlen.

Speicherkarten erklärt

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