iOS-Werbeeinschränkungen verhelfen Apple zu mehr Einnahmen

Dirk Jacquemien

18.10.2021

Werbeverfolgung müssen Nutzer*innen in iOS explizit zustimmen, was erwartungsgemäss fast niemand tut.
Werbeverfolgung müssen Nutzer*innen in iOS explizit zustimmen, was erwartungsgemäss fast niemand tut.
Keystone

Apple macht mit iOS-Einschränkungen Kasse, Netflix mit «Squid Game» ebenso und Bitcoin-ETFs stehen vor dem Start. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Dirk Jacquemien

18.10.2021

Die vor knapp einem halben Jahr eingeführten Beschränkungen bei der Werbeverfolgung auf iOS haben bei Apple selbst offenbar die Kassen klingeln lassen. Nach einem Bericht der «Financial Times» würden von Apple ausgespielte Werbeanzeigen zu 58 Prozent aller iPhone-App-Downloads führen. Im vergangenen Jahr betrug Apples Anteil hier nur 17 Prozent. Entsprechend dürften sich dem Bericht zufolge auch die Werbeeinnahmen von Apple steigern, auf rund fünf Milliarden Dollar dieses Jahr.

Das ist allerdings immer noch nur ein Bruchteil der Werbeeinnahmen von Facebook und Google, die letztes Jahr in diesem Markt knapp unter 100 respektive knapp unter 150 Milliarden Dollar erwirtschafteten. Apple schränkte die Werbeverfolgung auf iOS eigenen Angaben zufolge zum Schutz seiner Nutzer*innen ein, vor allem Facebook warf dem iPhone-Hersteller aber vor, aus eigennützigen Motiven zu handeln.



Sammelklage gegen Canon wegen Tintenzwang

Besitzer*innen eines 3-in-1-Drucker-Scanner-Faxgeräts haben in den USA eine Sammelklage gegen Canon eingereicht. Grund ist die Tatsache, dass die Scan- und Faxfunktion nicht mehr funktionieren, wenn die Tintenpatronen leer sind. Für diese Einschränkung gäbe es keinerlei technische Notwendigkeit, heisst es in der Klage laut «Bleeping Computer».

«Squid Game» zahlt sich für Netflix aus

Der Netflix-Megahit «Squid Game» soll dem Unternehmen nach eigenen Schätzungen bisher eine Wertschöpfung in Höhe von 900 Millionen Dollar verschafft haben, wie «Bloomberg» berichtet. Die Produktion der koreanischen Serie kostete nur rund 22 Millionen Dollar. 87 Millionen Menschen haben die erste Staffel von «Squid Game» inzwischen komplett geschaut, es ist die populärste Netflix-Serie aller Zeiten.

Bitcoin-ETFs vor der Lancierung

Börsengehandelte Fonds, ETFs, auf Bitcoin werden ab Dienstag in den USA handelbar sein. Der erste ETF am Markt, der Pro Shares Bitcoin Strategy ETF, ist dabei genau genommen ein Terminkontrakt auf einen zukünftigen Bitcoin-Preis. In die Kryptowährung selbst werden Investoren bei einem Kauf des ETFs also nicht einsteigen. Dennoch liess die Erwartung des ersten Bitcoin-ETFs dessen Kurs am Wochenende in die Nähe des Allzeithochs steigen.