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iPhone-Produzent vervierfacht Gehalt für Fabrikarbeiter
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Weihnachtsgeschäft in Gefahr

iPhone-Produzent vervierfacht Gehalt für Fabrikarbeiter

01:36

Neue Lockdown-Welle in China: wirtschaftlich wichtige Regionen betroffen

Bereits zu Wochenbeginn waren in 28 Städten mehr oder weniger strenge Lockdowns in Kraft.

Um Produktionsrückstände aufgrund von Corona-Beschränkungen aufzuholen, lockt der iPhone-Fabrikant Foxconn seine Arbeiter*innen mit fetten Bonuszahlungen.

Redaktion blue News

Redaktion blue News

01.11.2022, 13:14

Nachdem zahlreiche Mitarbeiter*innen von Foxconn, Apples wohl wichtigstem Partner, wenn es um die Produktion von iPhones geht, fluchtartig das Fabrikgelände im ostchinesischen Zhengzhou verliessen, will das taiwanische Unternehmen nun mit fetten Bonuszahlungen die ins Straucheln geratene Produktion wieder ankurbeln.

Wie «Reuters» berichtet, können Foxconn-Fabrikarbeiter*innen im November bis zu 15'000 Yuan (2050 Franken) verdienen, statt ihres üblichen Monatsgehalts von 3000 bis 4000 Yuan (410 bis 540 Franken). Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie komplett auf freie Tage und Ferien verzichten.

Mitarbeiter*innen wurden eingesperrt

Drakonische Corona-Massnahmen drohten zuvor, die Produktion des iPhones um mehr als 30 Prozent absacken zu lassen, und das kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft. Videos zeigten Mitarbeiter*innen, wie sie über Zäune des Geländes der Fabrik im Zhengzhou kletterten und fluchtartig davonrannten.

Die Mitarbeiter*innen wurden dort offenbar unter Quarantäne gestellt, mussten allerdings weiterarbeiten. Schon lange vor Corona gab es in vielen chinesischen Grossfabriken angeschlossene Wohnheime, in denen die Mitarbeiter*innen wohnen können oder müssen.

Üblicherweise dürfen sie diese Wohnheime zumindest in ihrer Freizeit verlassen. Doch aufgrund eines mutmasslichen Corona-Ausbruches wurden sie auf Regierungsanweisung auf dem Gelände festgehalten, es fehlte allerdings an Essen und Trinkwasser.

Zur Eröffnung der Foxconn-Fabrik in Zhengzhou schaute Apple-Chef Tim Cook (in gelb) persönlich vorbei.

Zur Eröffnung der Foxconn-Fabrik in Zhengzhou schaute Apple-Chef Tim Cook (in gelb) persönlich vorbei.

Keystone

Lohnkosten auch nach Erhöhung tief

Auf Videos festgehaltene Szenen von Corona-Panik fanden sich wiederholt im China des Jahres 2022. Wird etwa in einem Einkaufszentrum eine Corona-positive Person entdeckt, werden üblicherweise alle anderen anwesenden Besucher*innen in wochenlange Quarantäne geschickt — dieser versuchen sich viele durch Flucht zu entziehen.

Mit den Bonuszahlungen soll nun verhindert werden, dass sich noch mehr Foxconn-Mitarbeiter*innen absetzen. Die prozentual dramatische Erhöhung des Entgelts zeigt aber auch wieder einmal, dass die Löhne für die Fabrikarbeiter*innen nur einen winzigen Teil der Gesamtkosten eines iPhones ausmachen. Selbst eine Vervielfachung können Foxconn und Apple gut verkraften.

Teaser image

iPhone-Produktion

Apple will sich von China befreien

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