Digital-News des Tages

iPhone SE 2 wegen Corona wohl verschoben

dj

11.3.2020

Das Steve Jobs Theater auf dem Apple Campus in Cupertino liegt mitten im Corona-Gebiet.
Keystone

Das Coronavirus sorgt weiter für Chaos in der Tech-Branche, Microsoft zerstört ein riesiges Botnet und VPN-Apps sollen für die Nutzerspionage genutzt worden sein. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Die für Ende März erwartete Vorstellung des kleinen und günstigeren iPhone SE 2 wird aller Voraussicht nach nicht stattfinden, wie «Cult of Mac» berichtet. Grund ist das Coronavirus. Santa Clara County, in dem sich der Apple-Sitz in Cupertino befindet, gehört zu den am stärksten betroffenen Corona-Gebieten der USA, sodass eine Produktvorstellung in einem engen Auditorium mit hunderten Journalisten aus der ganzen Welt in diesen Zeiten völlig unvorstellbar ist.

Ausserdem soll das Virus aber auch die Produktion in China behindern, sodass auch eine Lancierung per Presserklärung nicht möglich wäre, weil das Produkt schlicht nicht bereit sei. Wann das iPhone SE 2 erscheinen kann, ist nun völlig unklar. Auch die für Juni geplante Apple-Entwicklerkonferenz WWDC steht auf der Kippe — die Konkurrenten Google und Microsoft hatten ihre Konferenzen bereits abgesagt.



E3 vor Absage

Die Spielemesse E3 steht nach übereinstimmenden Berichten von «Ars Technica» und «Gamespot» vor der Absage. Von der für den Juni in Los Angeles geplanten Messe hatten sich in den vergangenen Wochen schon zahlreiche Spiele-Hersteller zurückgezogen. Grund ist auch hier natürlich das Coronavirus.

Google schickt Mitarbeiter nach Hause

Google hat allen seinen Mitarbeiter in Nordamerika «empfohlen», bis mindestens zum 10. April im Home Office zu arbeiten. Das gilt auch für die über Subunternehmen beschäftigten Arbeitskräfte, die knapp die Hälfte der Google-Mannschaft ausmachen. Auch Reinigungskräfte oder Kantinenmitarbeiter will Google trotz der Corona-Auszeit weiter bezahlen.

Microsoft zerstört riesiges Botnet

Microsoft hat ein riesiges Botnet ausser Gefecht gesetzt, wie «ZDNet» schreibt. «Necurs» soll über neun Millionen Computer weltweit infiziert haben und diese dann vor allem zum Versand von E-Mails mit Spam oder Malware genutzt. «Necurs» war seit 2012 aktiv und soll von zwei Russen kontrolliert worden sein.

VPN-Apps sollen Nutzerdaten abschöpfen

Die Analysefirma Sensor Tower soll heimlich dutzende verschiedene VPN-Apps betrieben haben und über diese Nutzerdaten gesammelt haben, wie «BuzzFeed News» berichtet. Die Nutzer wurden dabei aufgefordert, ein Zertifikat auf ihrem Smartphone zu installieren, über das sämtlicher Internet-Verkehr beobachtet werden konnte. Die meisten betroffenen Apps wurden inzwischen aus den App Stores von Apple und Google entfernt.

Bilder des Tages

Zurück zur Startseite