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WhatsApp testet eine Lockerung seiner Datenschutz-Bestimmungen bei Statusmeldungen.
Weronika Peneshko/dpa
Künftig könnten auch Kontakte deinen WhatApp-Status sehen, deren Nummer du selbst gar nicht gespeichert hast. Hintergrund ist wohl eine grössere Strategie rund um geplante Nutzernamen.
WhatsApp experimentiert mit einer Änderung. Künftig könnten auch Kontakte deinen Status sehen, deren Nummer du gar nicht gespeichert hast. Entsprechende Tests des Messenger laufen derzeit, wie «wabetainfo.com» berichtet.
Neu können Personen deinen Status sehen, wenn sie deine Nummer gespeichert haben und ihr kürzlich miteinander geschrieben oder telefoniert habt – selbst dann, wenn du ihre Nummer nie abgespeichert hast. Bisher galt: Nur wer sich gegenseitig auf der Kontakliste hatte, sah auch den Status. Diese Regel könnte nun wegfallen. Wie lange «kürzlich» genau bedeutet, ist unklar.
Im Statusfeed sollen solche Kontakte künftig erkennbar sein. Vor ihrem Namen erscheint ein Tilde-Symbol (~). Damit will WhatsApp für mehr Transparenz sorgen. Das Feature ist laut dem Bericht bereits auf Android, iOS und Web im Einsatz – allerdings nur in einigen Ländern. Eine schrittweise Ausweitung ist geplant.
Wer Statusmeldungen von unbekannten Kontakten nicht sehen will, kann sie einfach ausblenden. Ein Tipp auf den entsprechenden Status genügt. Schwieriger ist es, den eigenen Status zu schützen. In den Einstellungen unter Datenschutz und Status lässt sich zwar die Option «Nur teilen mit…» aktivieren. Dann müssen erlaubte Kontakte aber manuell ausgewählt werden.
Meta arbeitet laut Bericht zusätzlich an einer «Close Friends»-Funktion für Statusmeldungen. Sie ist allerdings noch nicht verfügbar – und ob sie die Einstellungen wirklich einfacher macht, bleibt offen.
Hinter der Anpassung steckt wohl eine grössere Strategie. WhatsApp plant, 2026 Nutzernamen einzuführen. Dann sollen Nutzer miteinander chatten können, ohne ihre Telefonnummer zu teilen – ähnlich wie bei Instagram über den Usernamen.