Schnelles Handeln gefragtJetzt schrecken Betrüger nicht einmal vor deinem Kaffee zurück
Sven Ziegler
6.3.2025
Jetzt wird schon bei Kaffee-Bestellungen betrogen. (Symbolbild)
Robert Günther/dpa-tmn
Cyberkriminelle versuchen, Nespresso-Kunden mit einer neuen Phishing-Masche zu täuschen. Eine gefälschte E-Mail warnt vor dem Verfall von Treuepunkten – doch wer darauf hereinfällt, gibt am Ende seine Kreditkartendaten preis.
Eine neue Phishing-Welle nimmt Nespresso-Kunden ins Visier: Betrüger versenden täuschend echt aussehende E-Mails, in denen sie behaupten, dass die gesammelten Treuepunkte bald verfallen.
Um die Opfer unter Druck zu setzen, wird eine Frist von 10 Tagen genannt – ein psychologischer Trick, um schnelle und unüberlegte Reaktionen hervorzurufen, wie das Behörden-Portal «Cybercrimepolice» meldet.
Wer auf den enthaltenen Link klickt, landet auf einer professionell gefälschten Nespresso-Website. Dort müssen die Nutzer zunächst eine Pseudo-Umfrage ausfüllen, bevor sie zur Auswahl der angeblichen Prämien gelangen.
Kreditkarten-Daten werden missbraucht
Doch bevor das vermeintliche Geschenk versendet wird, verlangt die Website eine Zahlung von 2 Euro für die Expresslieferung.
Doch statt der versprochenen Prämie erhalten die Opfer nur eine unbefugte Abbuchung von ihrer Kreditkarte. Gleichzeitig versuchen die Betrüger, den Sicherheitscode des Finanzinstituts zu erlangen, um eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen und noch grössere Geldbeträge abzubuchen.
So oder ähnlich sieht die verdächtige Mail aus.
Cybercrimepolice
Um sich vor dieser Betrugsmasche zu schützen, sollten Nespresso-Kunden verdächtige E-Mails genau prüfen. Grundsätzlich gilt: Niemals auf Links in E-Mails oder SMS klicken, die unerwartet oder verdächtig erscheinen.
Schnelles Handeln gefragt
Offizielle Mitteilungen von Nespresso lassen sich am besten direkt über die Unternehmenswebsite oder den Kundenservice überprüfen. Wer eine solche Phishing-Mail erhält, sollte sie ignorieren und an Cybercrimepolice.ch weiterleiten.
Im Falle einer bereits erfolgten Datenweitergabe ist schnelles Handeln gefragt: Das Kreditkarteninstitut muss umgehend informiert und die Karte gesperrt werden. Zudem wird empfohlen, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Die aktuelle Phishing-Welle zeigt, dass Betrüger immer raffinierter vorgehen. Wer skeptisch bleibt und sensible Daten nur über offizielle Kanäle weitergibt, kann sich jedoch wirksam vor solchen Angriffen schützen.