Mögliche psychische Schäden Facebook-Konzern einigt sich in Musterprozess zu Social-Media-Sucht bei Kindern

dpa

22.5.2026 - 05:06

Facebook-Mitgründer und Meta-CEO Mark Zuckerberg nach seiner Aussage in einem wegweisenden Prozess darüber, ob Social-Media-Plattformen wie Instagram süchtig machende Funktionen entwickelt haben. (18. Februar 2026)
Facebook-Mitgründer und Meta-CEO Mark Zuckerberg nach seiner Aussage in einem wegweisenden Prozess darüber, ob Social-Media-Plattformen wie Instagram süchtig machende Funktionen entwickelt haben. (18. Februar 2026)
Bild: Keystone/AP Photo/Damian Dovarganes

Im ersten Musterverfahren zu psychischen Schäden durch Social-Media-Sucht bei Kindern haben sich der Facebook-Konzern Meta sowie auch TikTok, Snap und Youtube mit einem Schulbezirk in Kentucky geeinigt.

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DPA, Redaktion blue News

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Meta und weitere Konzerne haben sich in einem ersten Musterverfahren zu möglichen psychischen Schäden bei Kindern durch die Abhängigkeit von sozialen Medien geeinigt.
  • Die Klage eines kleinen Schulbezirks im US-Bundesstaat Kentucky sollte im Juni vor einem Bundesgericht im kalifornischen Oakland verhandelt werden.
  • Die Einigung folgt auf gerichtliche Niederlagen von Meta und Youtube in Kalifornien und New Mexico.
  • Im März wurden beide Unternehmen nach einem Prozess in Los Angeles dafür verantwortlich gemacht, süchtig machende Funktionen entwickelt zu haben.

Meta und weitere Konzerne haben sich in einem ersten Musterverfahren zu möglichen psychischen Schäden bei Kindern durch die Abhängigkeit von sozialen Medien geeinigt. Die Klage eines kleinen Schulbezirks im US-Bundesstaat Kentucky sollte im Juni vor einem Bundesgericht im kalifornischen Oakland verhandelt werden. Das Gericht und die beteiligten Parteien hatten den Fall als Testlauf unter rund 1200 ähnlichen Verfahren ausgewählt. Die Einigung gilt jedoch nur für den Schulbezirk Breathitt County.

Meta erzielte am Donnerstag (Ortszeit) eine Einigung mit dem Schulbezirk, nachdem sich bereits Anfang der Woche auch die weiteren Beklagten – TikTok, Snap und Googles Youtube – geeinigt hatten. Der Meta-Konzern, dem Facebook und Instagram gehören, gab die finanziellen Bedingungen nicht bekannt.

Die Schulbezirke fordern Entschädigungen für Kosten, die ihnen nach eigener Darstellung durch die Auswirkungen von Social-Media-Sucht auf die psychische Gesundheit von Kindern entstanden sind. Der Schulbezirk in Kentucky hatte mehr als 60 Millionen Dollar verlangt, um ein auf 15 Jahre angelegtes Programm gegen psychische Probleme und Lernschwierigkeiten aufzubauen.

Gerichtliche Niederlagen von Meta und Youtube

Die Einigung folgt auf gerichtliche Niederlagen von Meta und Youtube in Kalifornien und New Mexico. Im März wurden beide Unternehmen nach einem Prozess in Los Angeles dafür verantwortlich gemacht, süchtig machende Funktionen entwickelt zu haben. Die Klägerin erklärte, sie sei bereits als Kind von sozialen Medien abhängig geworden; ihre psychischen Probleme hätten sich dadurch verschlimmert. Die Geschworenen sprachen ihr rund sechs Millionen Dollar Schadenersatz zu.

In New Mexico entschied eine Jury zudem, dass Meta der psychischen Gesundheit und Sicherheit von Kindern schade und damit gegen das Recht des Bundesstaates verstosse.

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