Reichster Mensch will noch mehr GeldMusk verlangt bis zu 109,4 Milliarden Dollar von OpenAI
dpa
17.1.2026 - 14:34
Elon Musk führt schon länger eine Fehde gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI. (Archivbild)
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Elon Musk gründete einst den ChatGPT-Entwickler OpenAI mit – und schied dann im Streit aus. Jetzt fordert er Dutzende Milliarden Dollar Wiedergutmachung.
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DPA, Redaktion blue News
17.01.2026, 14:34
19.01.2026, 08:11
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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Elon Musk verklagt den ChatGPT-Entwickler OpenAI auf bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar (rund 88 Milliarden Franken).
Der Tech-Milliardär hatte OpenAI mitbegründet und behauptet nun, er sei um seine Investition gebracht worden.
Ein von Musk beauftragter Experte argumentiert, für die Investitionen von 38 Millionen Dollar sowie durch eingebrachte Kontakte und Fähigkeiten stehe Musk ein Anteil am derzeitigen Wert von OpenAI zu.
Auch vom wichtigsten OpenAI-Partner und Investor Microsoft verlangt Musk einen Betrag zwischen 13,3 Milliarden und 25,06 Milliarden Dollar.
Nachdem ein Richter es abgelehnt hatte, das Verfahren einzustellen, kommt es nun wohl zu einem Prozess.
Tech-Milliardär Elon Musk verlangt vor Gericht bis zu 109,4 Milliarden Dollar vom ChatGPT-Entwickler OpenAI. Den von einem Experten errechneten Betrag nannten Musks Anwälte im bereits seit 2024 laufenden Rechtsstreit. Musk hatte OpenAI einst mitbegründet und behauptet in seiner Klage, er sei unrechtmässig um seine Investition gebracht worden. OpenAI weist die Vorwürfe zurück.
Der von der Musk-Seite herangezogene Experte verwies bei seinen Berechnungen unter anderem darauf, dass Musk in der Anfangszeit 38 Millionen Dollar zur Finanzierung von OpenAI sowie seine Kontakte und Fähigkeiten eingebracht habe. Dafür stehe ihm ein Anteil am heutigen Wert von OpenAI zu.
Der Experte errechnete für OpenAI einen Betrag zwischen 65,5 Milliarden und 109,43 Milliarden Dollar. Vom wichtigsten OpenAI-Partner und Investor Microsoft will Musk laut dem Gerichtspapier zwischen 13,3 Milliarden und 25,06 Milliarden Dollar.
OpenAI bezeichnete Musks Forderung in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg als «unseriös».
Musk prangert in der Klage an, dass das 2015 von ihm mitgegründete OpenAI von dem vereinbarten Weg abgekommen sei, ein nicht auf Profit ausgerichtetes Unternehmen zu sein, dessen Forschung an Künstlicher Intelligenz der Menschheit zugutekommen sollte. Jetzt profitiere vor allem Grossinvestor Microsoft davon. Das sei eine «eklatante Verletzung» der ursprünglichen Gründungsvereinbarung.
OpenAI entgegnete, Musk habe die «volle Kontrolle» über OpenAI und den Chefposten angestrebt. Auch habe er 2018 dafür geworben, OpenAI mit dem von ihm geführten Elektroauto-Hersteller Tesla zusammenzulegen. Musk hatte in dem Jahr OpenAI im Streit verlassen.
Nun Konkurrent mit xAI
Der Tech-Milliardär gründete dann 2023 seine eigene KI-Firma mit dem Namen xAI, deren Chatbot Grok mit ChatGPT konkurriert. OpenAI kontert mit Blick darauf, er wolle mit dem Rechtsstreit einen Konkurrenten bremsen. Ein Richter lehnte allerdings den Antrag von OpenAI und Microsoft ab, Musks Klage abzuweisen. Das Verfahren steuert nun auf einen Prozess im April zu.