Nun verbietet auch Japan Behörden Geschäfte mit Huawei und ZTE

7.12.2018 - 07:51, SDA/phi

Huawei-Laden in China: Einige westliche Länder empfinden den chinesischen Konzern als Bedrohung.
Getty

Nach Neuseeland bewertet jetzt auch Japan Huawei und ZTE als Risiko für die Sicherheit – und will keine Lieferverträge mit den Telekommunikationsfirmen aus China mehr abschliessen.

Die japanische Regierung will Insidern zufolge keine Lieferverträge mehr mit den chinesischen Telekommunikationskonzernen Huawei und ZTE abschliessen. Ein entsprechendes Verbot für Regierungsbehörden sei geplant. Dies sagten eine mit dem Vorgang direkt vertraute Person und eine weitere, die darüber informiert wurde, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Zeitung «Yomiuri» hatte über das Vorhaben zuerst berichtet. Demnach werde die Regierung am Montag ihre internen Beschaffungsrichtlinien als Teil ihrer Bemühungen überarbeiten, Geheimdienst-Lecks und Cyberangriffe zu verhindern.



In den westlichen Industriestaaten steht Huawei schon länger am Pranger: Sie befürchten eine Einflussnahme durch die Regierung in Peking, Spionage und Störung der nationalen Netze. Die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou war nach Aufforderung der US-Behörden im kanadischen Vancouver festgenommen worden.



Die Hintergründe der Festnahme sind Insidern zufolge unter anderem mutmassliche Verstösse gegen Iran-Sanktionen der USA. Ähnliche Sanktionsverstösse brachten in der Vergangenheit bereits dem zweitgrössten chinesischen Netzwerkbauer ZTE scharfe Auflagen und ein zwischenzeitliches US-Lieferverbot ein.

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