04.06.2015 - 15:45, dj

Die grössten Windows-Mythen enttarnt

 

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Diese weit verbreiteten Mythen über Windows wollen einfach nicht verschwinden. Wir schaffen Klarheit.

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Windows ist das mit Abstand meistgenutzte Betriebssystem der Computer-Geschichte. Klar, dass im Netz und anderswo lauter gute Tipps dazu zu finden sind. Doch unter die Hilfestellungen mischen sich auch jede Menge Seemannsgarn und Falschaussagen. Einige der grössten Windows-Mythen haben wir hier zusammengefasst. 

1. Defragmentieren macht meinen PC wieder schnell

Diesen Tipp hört man schon seit Jahrzehnten und ebenso lange galt er als Wundermittel zur Therapie lahmender PCs. Damit die Festplatte wieder ratzfatz arbeiten kann, muss sie regelmässig ordentlich defragmentiert werden.

Der Rat war früher auch richtig - inzwischen ist er aber völlig überholt. Moderne Dateisysteme haben den Fragmentierungs-Effekt dramatisch reduziert. Windows 7 und neuer optimieren Ihre Festplatte zudem automatisch von selbst - ein manueller Eingriff ist hier unnötig. Und wenn in Ihrem Rechner eine SSD-Laufwerk sitzt, kann eine Defragmentierung sogar die Lebensdauer der Platte verkürzen.

2. Magische Programme machen Windows schneller

Sicher haben Sie auch schon Bannerwerbung gesehen. Diverse so genannte «Tuning-Apps» wollen auf Ihrem Rechner installiert werden. Manchmal sind sie kostenlos, aber meistens soll man für die besten «Features» bezahlen.

In ihrer Werbung werfen die Hersteller dann mit englischen Fachbegriffen um sich und versprechen «50% mehr Power für Ihren PC» und ähnliches. Doch die allermeisten Programmen haben ausser einem Placebo-Effekt nichts zu bieten.

Oftmals führen Sie eher zum Gegenteil und stopfen beispielsweise Ihren Browser mit lästigen Werbeleisten voll. Wenn Sie Ihrem PC wirklich etwas Gutes tun wollen: Eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers ist zum Beispiel eine günstige Option, um den Rechner zu beschleunigen.

 

3. Windows XP ist schneller als die modernen Versionen

Auf den ersten Blick scheint es logisch zu sein: Ältere Windows-Versionen müssen auf neueren Rechner schneller laufen, weil sie ja nicht so viel Ressourcen verbrauchen. Doch das ist falsch, denn für moderne Hardware ist ein uraltes Betriebssystem nicht optimiert – eine aktuelle Windows-Version hingegen schon.

Gut, wenn Ihr PC zehn Jahre alt ist, dann ist Windows XP wohl wirklich schneller – aber dann gehört er auch nicht mehr ans Netz. Denn Microsoft hat bekanntlich den Support eingestellt, eine weitere Nutzung macht Ihren Rechner nur zum potenziellen Einfallstor für Viren oder Trojaner jeglicher Art. 

4. Mac OS X ist viel besser

Man hört es immer wieder: Mac OS X sieht viel schöner aus, ist schneller, natürlich bombensicher und einfach cool - also wechsle doch endlich das Betriebssystem!

Fakt ist hingegen nur: Mac OS X ist anders. Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Welches wirklich zu Ihnen passt, lesen Sie hier

5. Für Windows 8 brauche ich ein Microsoft-Konto

Auch wenn es Windows bei der Installation alles andere als offensichtlich macht: Es ist durchaus möglich, Windows 8 auch ohne ein Konto bei Microsoft zu installieren.

Dazu bei der Abfrage nach Ihren Kontoinformationen auf «Neues Konto erstellen» klicken. Dort dann unten auf das extra kleingeschriebene «Ohne Microsoft-Konto anmelden» gehen. Nun können Sie ein lokales Konto erstellen.

 

6. Windows 8 hat keine kostenlosen Spiele mehr

Wenn man dann das Upgrade auf Windows 8 oder 8.1 gemacht hat, könnte der grosse Schock kommen – Solitaire, Minesweeper und Co. sind verschwunden! Doch keine Angst, Ihr liebster Zeitvertrieb ist nur ein paar Klicks entfernt.

Denn die Spieleklassiker können Sie kostenlos im Windows Store herunterladen. Dafür braucht es dann aber wirklich eines der oben erwähnten Konten bei Microsoft.

7. Das Startmenü ist für immer verschwunden

Microsoft hat immer wieder versucht, das Startmenü zu verbannen. Doch auch die jüngste Attacke auf das geliebte Feature ist misslungen. Als Windows 8 ohne Startmenü ausgeliefert wurde, liefen die Nutzer sturm.

In Windows 10 wird das Startmenü deshalb ein glorreiches Comeback feiern. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich mit Add-Ons schon jetzt helfen lassen. Wer es richtig Old School mag, kann mit Classic Shell den Look von Windows 95 (oder XP und 7) zurückholen. Wer ein modernes, anpassbares Startmenü haben möchte, sollte einen Blick auf Pokki oder Start8 von Stardock werfen.

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