27.09.2016 - 10:21

Die besten Apps für Reisen: Wie das Handy übersetzt und organisiert

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von Pascal Landolt, Redaktor
 

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Reisen erweitert den Horizont. Doch manchmal ist der Ausland-Aufenthalt mit sprachlichen und organisatorischen Herausforderungen gespickt. Mit den richtigen Apps wird die Reise jedoch viel entspannter.

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Schweizer reisen gerne und entdecken dabei neue Orte, Menschen und Kulturen. Doch der Kontakt mit den Einheimischen klappt nicht immer auf Anhieb, denn oft sind Sprachbarrieren ein echtes Problem.

Moderne Technik kann die Verständigung zwischen Kulturen und Sprachen jedoch vereinfachen. So konnte Bluewin mit Google nach Estavayer-le-Lac fahren, um eine «Reise ins fremdsprachige Ausland» zu simulieren. Wir konnten «ennet am Röstigraben» einige Apps und Dienste ausprobieren, die das Überleben im Ausland vereinfachen sollen.

Ein Selbstversuch beim Einkaufen im «Ausland»

Das Wichtigste auf Reisen ist oft, seine Grundbedürfnisse zu decken. Wir versuchten also als erstes, ohne Kenntnisse der lokalen Sprache ein Mittagessen zu besorgen. Wie uns das Smartphone dabei unterstüzen konnte und ob unser Redaktor hungern musste, sehen Sie im Video oben.

Zudem stellen wir Ihnen hier folgend einige nützliche Reisebegleiter vor, die Sie beim Organisieren und Planen der Reise unterstützen können.

Mit «Maps» immer den richtigen Weg finden

Jedes Smartphone ist von Haus aus mit einer «Karten»-App ausgestattet, auf Android ist dies «Google Maps» (auch für iOS erhältlich), iPhones haben Apples Kartendienst vorinstalliert.

Mit der neuesten Version von Google Maps können Sie Kartenmaterial auch herunterladen und offline nutzen oder ihren Besuchern den schnellsten Weg zu Ihrer Wohnung einzeichnen. Viele praktische Kartenfunktionen finden Sie in unserem Artikel «Mit Google Maps schneller ans Ziel».

Herbstferien: In diese Länder reisen Schweizer am liebsten

  • Mehrere Wegweiser mit verschiedenen Ländernamen
  • New York
  • Wyndham Hotel, New York
  • London

Mit der Kamera «live» übersetzen

Neben der Orientierung am Reiseort ist oft auch die Sprache der Schlüssel zum Glück: Wer im Ausland Schilder oder Menükarten lesen kann, ist im Vorteil. Mit dem «Google Übersetzer» (Android und iOS) können Wörter oder ganze Sätze entweder eingetippt, über die Kamera eingelesen oder gar ins Mikrofon gesprochen werden. Die Übersetzung wird entweder angezeigt oder gleich vorgelesen. Eine Live-Demo davon sehen Sie im obigen Video.

Einige Funktionen, wie die Sprachübersetzung, benötigen eine Internet-Verbindung. Das Wörterbuch hingegen kann im Voraus heruntergeladen und auch offline benutzt werden. Beeindruckend ist besonders die «Word Lens»-Funktion, bei der Texte durch die Handy-Kamera in Echtzeit übersetzt angezeigt werden (Bluewin berichtete).

Bild zum Artikel

Eindrücklich ist die sofortige Übersetzung von Fremdwörtern mit «WordLens». Leider funktioniert die Echtzeit-Funktion bisher nur für Übersetzungen ins Englische. Für andere Sprachen muss der Text erst abfotografiert werden.
Bild: Bluewin/pal

Ordnung in die Foto-Sammlung bringen

Ein beliebtes Souvenir von der Reise sind Fotos und Videos, die man am Strand, auf der Wanderung oder beim Ausflug in die Innenstadt gemacht hat. Auf dem Smartphone können sie ihre Wirkung aber nie ganz entfalten - und wer scrollt sich schon durch alte Bilder auf dem kleinen Bildschirm?

Besser ist es, die Aufnahmen in die Cloud zu laden: Sind die Bilder erst im Internet gespeichert, können sie eingeordnet, gruppiert oder mit Freunden und Familie geteilt werden.

Für diesen Zweck eignet sich «Google Fotos» (für iOS und Android) bestens -  eine detaillierte Übersicht über die Funktionen dieser App lesen Sie auch in unserem Artikel «Ordnung in die Fotosammlung». Nutzer von iPhones und iPad können auch die Apple-eigene iCloud-Lösung benutzen. Der Nachteil dieser Apps: Wer weiss, wo die US-Anbieter diese Daten speichern?

Wer seine Foto-Daten gerne in der Schweiz behalten möchte, kann auf «myCloud» von Swisscom zurückgreifen: Mit dem Dienst lassen sich Fotos hochladen, teilen und anordnen, zudem garantiert der Schweizer Anbieter, dass die Daten im Land bleiben.

Was tun mit den vielen Ferienfotos?

  • Foto
  • myCloud

Grüsse aus der Ferne mit «Duo» oder «Facetime»

Wer aus der Ferne mal einen Reisegruss nach Hause schicken und zeigen möchte, wie schön es am Urlaubsort ist, greift am besten auf Videoanrufe zurück. Apple-User kennen das Feature als «Facetime», auf Android-Handys heisst das Äquivalent «Duo».

Doch nicht nur die Daheimgebliebenen lassen sich damit kontaktieren - auch in der Tourismus-Branche kann die Technologie eingesetzt werden. Dadurch, dass eine Anrufverbindung auch über mobile Daten möglich ist, kann sich beispielsweise ein Stadtführer bei einer Reisegruppe einklinken und ihnen eine Tour über Bildschirm und Lautsprecher des Smartphones bieten.

Bild zum Artikel

Der Stadtführer auf dem Handy: Mit Videochat-Apps wie «Duo» von Google oder «FaceTime» von Apple können nicht nur Freunde und Familie erreicht werden. Auch für die Tourismusbranche eröffnen sich spannende neue Möglichkeiten.
Bild: Google

Google Trips: Smartes Reise-Dossier

Zum vielseitigsten Helfer für Reisende könnte sich aber «Google Trips» entwickeln. Die App ist ganz neu und seit dem 20. September für Android und iOS erhältlich.

Google Trips fasst alle Reisedokumente, die der Nutzer über E-Mail erhalten hat, in einem digitalen Dossier zusammen. Buchungsbestätigungen zu Flug, Mietauto, Hotel oder beispielsweise gebuchten Ausflügen werden automatisch in der App gespeichert. Diese Infos sind dann auch ohne Internet-Verbindung einsehbar.

Google Cardboard: Die Reise nochmal erleben

Wer nochmal eintauchen möchte in die Landschaften und Umgebungen seiner letzten Reise, kann Rundum-Aufnahmen mit Googles «Cardboard»-App machen. Die so gespeicherten Aufnahmen werden zu einem 360-Grad-Video oder -Foto zusammengesetzt und können so geteilt und in «Virtual Reality» angeschaut werden. Mehr zum Thema Rundum-Videos finden Sie auch in unserem 360-Grad-Artikel mit Video.

Bild zum Artikel

Früher brauchte es ein Reisedossier - heutzutage sind alle Buchungen und Tickets im Smartphone gespeichert. Besonders effizient verwaltet «Google Trips» die digitalen Reisedokumente.
Bild: Bluewin/pal

Fazit: Braucht eine Reise die «Perfekte Organisation»?

Technisch sind die Apps und digitalen Helfer beeindruckend - und sie werden stetig weiterentwickelt. Im Video sehen wir, dass ein Dialog damit durchaus möglich ist. Die Resultate schwanken allerdings je nach Sprach-Kombination und Umgebungsgeräuschen.

Die Tools zum Organisieren der Dokumente (Trips) und für die Navigation (Maps) sind zweifellos eine grosse Hilfe auf Reisen: Hier glänzen Google und Apple mit ihrem digitalen Know-How und den ausgeklügelten Lern-Algorithmen.

Die Befriedigung, in Tokio einmal Sushi bestellt zu haben oder in Rom den Weg zu erfragen, stellt sich nach einer Google-Übersetzung jedoch nicht ein.

Besteht der Reiz einer Ausland-Reise nicht auch immer in der Mischung aus Mut und Improvisation? Obwohl ein «Plan B» in der Hosentasche - besonders bei Notfällen -beruhigen kann: Kommunikation im Ausland besteht aus mehr als korrekten Sätzen. Oft wird der Effort, einen Satz zusammenzuklauben, noch mehr honoriert, als einen grammatikalisch einwandfreien Satz aus dem Lautsprecher plärren zu lassen.

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