08.01.2017 - 17:45, dpa/dj

Mehr Sicherheit: So verschlüsseln Sie ihren Computer

 

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Mit der Verschlüsselung der eigenen Dateien auf dem Computer schützen Sie Ihre Privatsphäre und verhindern Datenklau.

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Jeder Nutzer hat auf seinem Rechner Daten gespeichert, die er nicht mit jedem teilen möchte. Das können private Fotos sein, Bewerbungsschreiben, aber auch Unterlagen zur Steuererklärung oder die letzten Arztberichte.

Damit diese Daten privat bleiben, müssen sie geschützt werden. Dafür reichen oft schon die Mittel des Betriebssystems aus - oder man nimmt spezielle Programme zu Hilfe. Die sind ebenfalls schnell eingerichtet, allerdings sollte man sich mit dem Thema vorher etwas näher beschäftigen. In der Bildergalerie und nachfolgend geben wir Ihnen Tipps für die perfekte Verschlüsselung.

1. Verschlüsselung ist einfach

Am Anfang steht für den Nutzer die Überlegung, was er alles schützen möchte. Privatanwender sollten bedenken, dass immer die Gefahr besteht, dass der Rechner angegriffen und durch einen Trojaner übernommen wird, zum Beispiel durch so genannte Ransomware. In dem Fall ist es wichtig, dass bestimmte Dinge nicht in fremde Hände gelangen. Verschlüsselung schützt davor.

Der Aufwand für mehr Schutz ist gering. Viele Programme - etwa Word oder LibreOffice - bieten schon von sich aus beim Speichern einer Datei an, diese mit einem Passwort zu schützen. Das geht jederzeit auch nachträglich über die Eigenschaften der Datei oder des Ordners. Wer gleich mehrere Dokumente oder Ordner schützen will, kann sie in ein verschlüsseltes ZIP-Archiv packen. Das geht mit Bordprogrammen von Windows oder über kostenlose Komprimierungsprogramme wie 7-Zip, WinZip oder WinRAR.

Noch mehr Möglichkeiten bei der Sicherheit bieten spezielle Verschlüsselungsprogramme,  etwa GPG4Win. Da sich das Programm nahtlos in Windows integriert, läuft Ver- und Entschlüsselung ohne grosse Umwege.

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2. Ganzes Gerät verschlüsseln

Aber nicht nur Dateien und Ordner lassen sich verschlüsseln, das geht auch mit ganzen Festplatten oder Partitionen. Das ist etwa für Laptops sinnvoll. Wenn so ein Gerät gestohlen wird, kann der Dieb damit nichts anfangen.

Zur Festplattenverschlüsselung gibt es etwa das Microsoft-Programm BitLocker, das in den Pro- und Enterprise-Versionen der neueren Windows-Versionen ab 7 schon enthalten ist. Oder man nutzt Programme wie Veracrypt. Damit können auch externe Festplatten und USB-Sticks verschlüsselt werden.

Veracrypt bietet eine sogenannte containerbasierte Verschlüsselung. Das Programm ist sehr flexibel, verlangt aber eine gewisse Einarbeitung, damit man die Möglichkeiten ausnutzen kann. Dann lassen sich Dateien vor den Augen anderer verstecken, damit nicht jeder sofort sieht, dass es verschlüsselte Dateien gibt. Denn genau das ist es ja, wonach Angreifer oft suchen - Daten, die dem Nutzer wichtig sind. Als in der Bedienung einfacher gilt DiskCryptor.

So verstecken Sie Ihre Daten

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3. Auch Daten in der Cloud schützen

Nicht vergessen sollte man bei den Schutzvorkehrungen Dateien, die in Cloud-Speichern wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive lagern. Auch da ist eine Verschlüsselung sinnvoll. Zum einen können Dateien vom Betreiber mitgelesen werden, zum anderen schützt die Verschlüsselung vor Missbrauch, falls der Account gehackt werden sollte. Verschlüsselung für Cloud-Speicher bieten Programme wie Boxcryptor oder auch WinZip.

4. Sicheres Passwort ist die Basis

Wie gut eine Verschlüsselung ist, hängt allerdings auch entscheidend von der Qualität des Passworts ab. Sie sollten nicht zu kurz sein, zehn bis zwölf Zeichen mindestens, rät Eikenberg. Und sie sollten Sonderzeichen enthalten.  

Wer Verschlüsselung nur gelegentlich nutzt, sollte jedoch aufpassen, dass Passwort und Schlüssel nicht in Vergessenheit geraten gehen. Wenn der Schlüssel weg ist, kommt man nicht mehr ran an die Daten heran.

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