20.03.2017 - 12:16, Dirk Jacquemien

Windows 10: Microsoft beendet den Update-Zwang

 

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Mehr Kontrolle für Nutzer: In einem kommenden Update für Windows 10 bekommt man wieder die volle Kontrolle über die Durchführung der Aktualisierungen.

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Windows-Nutzer dürften sich in letzter Zeit öfter gefragt haben, ob ihr Computer noch unter ihrer Kontrolle ist. Denn Microsoft setzte fast ein Jahr lang alle möglichen Tricks ein, um Nutzern von Windows 7 oder 8/8.1 Windows 10 aufzudrücken.

In Windows 10 selbst wiederum werden Updates ebenfalls meist automatisch im Hintergrund ausgeführt, ohne die Nutzer um Erlaubnis zu fragen. Für dieses Vorgehen hagelte es immer wieder Kritik. So wurden Computer etwa neu gestartet, während Nutzer noch daran am Arbeiten waren. Auch manche Software funktionierte nach einem Zwangsupdate nicht mehr.

Bisher konnten Nutzer der Home-Edition von Windows 10 hier wenig machen. Nur mit einem tiefem Eingriff in die System-Registry konnte man dem Update-Zwang entgegenwirken.

Doch die Rufe nach einer Änderung der Praxis wurden nun endlich erhört: Im kommenden «Creators Update» will Microsoft den Windows 10-Nutzer wieder mehr Freiheit geben.

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Update verschieben: Der «Snooze»-Button kommt

Nutzer können dann bei Verfügbarkeit eines neuen Windows-Update wie bei einem Wecker einen «Snooze»-Button klicken. Damit wird die Installation dieses Updates um drei Tage verschoben. Danach lässt sich der Button erneut betätigen, so dass man theoretisch auf ein Update ganz verzichten kann.

Des weiteren kann man auch eine genaue Zeit festlegen, wann das Update durchgeführt werden soll. Schliesslich sieht der Nutzer nun auf einen Blick, ob das System gerade Up-To-Date ist.

Fünf weitere coole Funktionen im «Creators Update»

Das «Creators Update» ist nach dem «Anniversary-Update» aus dem Sommer 2016 das zweite, grössere Update für Windows 10. Es wird vermutlich Mitte April veröffentlicht. Hauptfokus liegt, wie der Name verrät, auf neuen, kreativen Features. Microsoft setzt hier vor allem auf 3D. Welche Neuerungen das «Creators Update» sonst noch zu bieten hat, zeigen wir folgend:  

1. Paint 3D: Das allerorten beliebte Malprogramm Paint bekommt eine grosse Änderung und dringt in die dritte Dimension vor. Mit einer Smartphone-App kann man bald dreidimensionale Objekte einscannen und in Paint 3D importieren.

Dort lassen diese sich dann bearbeiten und verschönern. Auf einer neuen Microsoft-Website sollen Nutzer 3D-Modelle mit der Welt teilen können. Und auch der 3D-Druck soll in der neuen Paint-Version unterstützt werden.

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2. Powerpoint 3D: Auch die Präsentationssoftware Powerpoint unterstützt bald dreidimensionale Bilder. 3D-Modelle lassen sich in Powerpoint importierten und dann während einer Präsentation drehen.  

3. Edge mit Augmented Reality: Der neue Microsoft-Browser Edge bekommt Unterstützung für Microsofts Augmented Reality-Plattform HoloLens. So könnten bald etwa Online-Shops für Möbel 3D-Modelle ihrer Produkte zur Verfügung stellen, die sich potenzielle Kunden dann mit ihrer HoloLens-Brille im eigenen Wohnzimmer vorstellen können.

Gleichzeitig wird sich die HoloLens-Plattform auch für Dritthersteller öffnen. So soll es bald AR-Brillen von HP, Dell, Lenovo, Asus und Acer geben. Der Startpreis soll bei um die 300 Franken liegen.  

4. Einfacherer Kontakt mit Freunden: Die eigenen Freunde lassen sich mit dem Creators Update zur Taskleiste hinzufügen. So kann man diese mit nur einem Klick etwa in Skype oder per Mail kontaktieren. Ausserdem lassen sich mit dem Update nun SMS von Windows- oder Android-Smartphones auf den PC weiterleiten. Dieses Feature bietet Apple für macOS schon seit einer Weile an.  

5. Einfacher Spiele streamen: Gerade jüngere Nutzer streamen gerne in die Welt, wie sich gerade ein Game zocken. Mit einem Update für die Xbox Live-Plattform wird das bald noch einfacher, da Microsoft die nötige Software direkt in das Betriebssystem integriert.  

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