24.06.2017 - 16:41

Raspberry Pi - Klein, aber oho: Der beliebteste Computer der Schweiz

Felix Raymann
 

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Der Mini-Computer Raspberry Pi ist ein Phänomen: Er kostet nur etwa 50 Franken, lässt sich mit etwas technischem Know-how sehr flexibel einsetzen und erfreut sich grosser Beliebtheit. Was Sie über den «Pi» wissen sollten – auch wenn Sie kein Bastler oder PC-Tüftler sind!

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Windows-PCs und Apple-Computer teilen den Grossteil des weltweiten Computermarktes unter sich auf. Doch sie sind nicht die einzigen Player in diesem Markt. Kürzlich hat sich der Winzling Raspberry Pi auf den dritten Platz der weltweiten Rangliste vorgerückt – und hat damit den bisher drittplatzierten Computertyp, den Commodore 64, überholt. Mit 12,5 Millionen verkauften Stück ist der Mini-Rechner das am meisten verkaufte Mainboard weltweit. Schliesslich werden andere Computer in der Regel nicht als Einzelteile verkauft.

Der Raspberry Pi ist ein bisschen anders als andere Rechner. Anders als bei den fixfertigen PCs, die man nach dem Auspacken gleich verwenden kann, benötigt der Raspberry Pi nämlich zuerst noch ein Bisschen an Installations- und Programmieraufwand. Danach lässt es sich mit der rudimentären Hardware fast nach Belieben herumexperimentieren.  

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Minimale Hardware

Ursprünglich wurde der Kleinst-Computer entwickelt, um Jugendlichen und Anfängern das Programmieren näherzubringen. Jeder sollte mit einem günstigen Gerät herumexperimentieren können. Doch auch versierte Nerds fanden Gefallen am sogenannten R-Pi und nutzten ihn auf ihre Weise.

Bereits ab 40 Dollar gibt es die kleinsten Versionen, die über alles Nötige verfügen, um damit arbeiten zu können: Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikeinheit. Ein Netzteil ist jedoch nicht dabei, und auch ein Gehäuse muss man zukaufen – sofern man überhaupt eines benötigt. Der Strom kann über ein Handy-Ladegerät oder ein USB-Kabel bezogen werden. Als Speicher dient eine Speicherkarte fürs Betriebssystem und für die Daten. Das Zubehör kann variieren. Meist braucht es noch eine Maus, ein HDMI-Kabel (zu einem Bildschirm) und eine Tastatur.

Im Vergleich zu einem ausgewachsenen Windows-PC oder einem Mac ist seine Leistung zwar klein. Doch einige Vorteile sprechen für den Pi: Tiefer Preis, geringer Stromverbrauch, viele Anwendungsmöglichkeiten. Grundsätzlich kann der Raspberry Pi alles, was ein PC kann, doch man muss es ihm selbst beibringen. Auch das Betriebssystem muss man erst mit einem anderen PC herunterladen, auf die Speicherkarte laden und dann installieren.  

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Was kann man denn mit dem Raspberry Pi machen?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil der Anwendungsbereich so vielfältig ist, wie die Kreativität seiner Benutzer. Typische Raspberry-Pi-Projekte sind Anwendungen mit anderen Geräten, denen eine neue Funktion beigebracht wird. Beispielsweise hat ein Nutzer einen elektronischen Türöffner mit einem Raspberry Pi gemacht, andere haben aus einem Fisher-Price-Spielzeug ein Handy gebastelt, einen alten Game Boy aufgemotzt, eine Tastatur aus Bierdosen gebastelt oder zusammen mit weiteren Komponenten eine eigene Überwachungskamera mit Bewegungssensor hergestellt.

Der Billig-Computer ersetzt sogar teure Geräte und Anlagen und führt nützliche Funktionen aus. Beispielsweise kann er zuhause als vernetzter Datenspeicher in Form eines NAS (Network Attached Storage) verwendet werden, einen normalen Spiegel in einen Daten-Spiegel verwandeln, der einem jeden Morgen das Wetter anzeigt, oder als günstiger Medienplayer für den Fernseher verwendet werden – vorausgesetzt, man verfügt über das erforderliche Know-how, Zusatz-Equipment und eine Portion Geduld.  

Auch für Anfänger

Dass man dem Raspberry Pi die Fähigkeiten beibringen muss, dürfte für viele ein Hinderungsgrund sein, einen solchen Mini-Computer überhaupt zu anzuschaffen. Doch einfache Anwendungen können auch von Anfängern gemeistert werden. Zahlreiche Blogs und Webseiten wie zum Beispiel Raspberry Pi Tutorials oder Raspberry.Tips helfen dabei. Der Verfasser einer Anfänger-Anleitung auf Digitec.ch, die zeigt, wie ein Medienserver auf dem Mini-PC aufgebaut werden kann, fasst die Fähigkeiten, die man als Raspberry-Novize haben muss, folgendermassen zusammen: «Du musst Kabel einstecken können. Du musst simple Systemeinstellungen nach Anleitung befolgen können. Du musst Textzeilen abtippen können.»

Das sollte eigentlich zu schaffen sein...

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