06.05.2017 - 09:21, Sascha Bianchi / Pascal Landolt

Tiko Storage von Swisscom: Ein Akku für jedes Wohnzimmer

 

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Swisscom lanciert ein neues Angebot für einen Heim-Akku. Die Nutzer können damit Energiekosten sparen, unabhängiger in Ihrer Energieversorgung werden und einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten. Das Produkt heisst «tiko storage» und wird in Europa entwickelt.

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Wie «Bluewin» kürzlich berichtete, lanciert Swisscom mit «tiko storage» ein neues Angebot. Das Ziel: In Zukunft sollen möglichst viele Haushalte über eine eigene Batterie zur Speicherung von Strom verfügen.

Das neue Produkt «tiko storage» bietet für Anwender zwei zentrale Vorteile: Zum einen erhöht es den Eigenverbrauch von Haushalten mit Photovoltaikanlagen. Zum anderen trägt es zu dazu bei, Schwankungen im Schweizer Stromnetz auszugleichen. Wer noch keine Anlage besitzt, aber in Zukunft eine installieren möchte, kann auf der tiko Webseite Kontakt mit einem Elektroinstallateur für einen kostenlosen Beratungstermin aufnehmen.

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Stilsicher: Der Akku für zu Hause trägt gar nicht auf. Obwohl ihn viele Nutzer wohl in der Garage installieren werden, macht die Batterie auch im Wohnzimmer eine gute Figur.
Bild: Sonnen GmbH

Neue Batterien: Starke Leistung und schönes Design

Mit den passenden Solarzellen produzieren Sie dank der Kraft der Sonne selbstständig Energie. Sie sparen dabei auch einiges an Stromkosten. Doch leider scheint die Sonne nicht den ganzen Tag. Deshalb ist es wichtig, die produzierte Energie zu speichern. Neue, effiziente Heimbatterien schaffen hier Abhilfe. Diese sind viel kleiner als ihre Vorgänger, sehen gut aus und verursachen weitaus geringere Kosten als in der Vergangenheit.  

Tesla Marktführer bei Heim-Batterien in den USA

In den USA sorgt dominiert der Elektro-Auto Produzent Tesla mit seiner «Powerwall» den Markt für Heimbatterien. In Europa hingegen kommt der Marktführer aus Deutschland und heisst sonnen GmbH. Das noch junge Unternehmen hat ein Batterie-System entwickelt, das kompatibel ist mit allen Photovoltaikanlagen und elektrischen Geräten. Das System lässt sich je nach Haushaltsgrösse beliebig erweitern. Die maximale Speichergrösse liegt bei 16 Kilowattstunden (kwh).  

Mit einer leistungsstarken Solaranlage und der richtigen sonnen-Batterie decken Sie bereits bis zu 80 Prozent Ihres jährlichen Bedarfs mit selbst erzeugtem, sauberem Strom ab. Die sonnen-Batterien kommen auch bei tiko storage zum Einsatz. Swisscom hat sich für diesen Hersteller entschieden, weil sie ihre Produkte in Deutschland entwickeln, produzieren und ihre hohen Qualitätsstandards bereits mehrfach unter Beweis gestellt haben.  

Grosse Chance: Ausbalancieren der Energie

Mit der Zunahme von erneuerbaren Energien in unserer täglichen Stromversorgung erhöhen sich auch die Schwankungen im Stromnetz. Je nach Wetter produzieren Wind-, Solar- und Wasserparks mehr oder weniger Strom. Swissgrid, die Schweizer Netzgesellschaft, muss sicherstellen, dass das hiesige Netz stets ausbalanciert ist. Dafür kauft sie die sogenannte Regelenergie ein. Bisher stellten primär Wasserkraftwerke Regelenergie zur Verfügung, indem sie ihre Kapazitäten ausweiteten oder drosselten. Eine Alternative bieten sogenannte «virtuelle Kraftwerke». Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von einzelnen Stromproduzenten und -verbrauchern. Die Vorteile von virtuellen Kraftwerken sind, dass sie günstiger im Unterhalt und leichter ausbaufähig sind als Wasserkraftwerke.  

So wird Ihr Haus zum Teil eines smarten Netzwerks

In der Schweiz und Europa betreibt tiko das grösste virtuelle Kraftwerk als intelligentes Speichernetzwerk. Dabei werden Wärmepumpen, Nachtspeicher- und Direktheizungen und neu auch Batterien aller Anbieter bei tiko teilnehmenden Haushalte zusammengeschlossen.

In der tiko Leitzentrale in Olten entscheiden Computeralgorithmen in Sekundenbruchteilen, ob einzelne verbundene Geräte ihre Leistung kurzfristig an einen anderen Zeitpunkt verschieben, um Schwankungen im Schweizer Stromnetz auszugleichen. Als Endverbraucher merkt man davon allerdings nichts. Ist die Heizung für einen kurzen Moment ein- oder ausgeschaltet, hat dies keinen merklichen Einfluss auf die Raumtemperatur.  

Neben ihrem Beitrag an ein ausgeglichenes Stromnetz, profitieren die Kunden von weiteren Vorteilen wie mehr Kontrolle und Komfort. Via Internet-Browser oder tiko App sehen Kunden, wann ihre Heizgeräte arbeiten und wieviel Energie sie verbrauchen. Bei Abwesenheit können sie die Heizung per Smartphone in den «Eco Mode» versetzen und so bis zu 60 Prozent Ihrer Heizenergie sparen. Und falls die Heizung tatsächlich einmal aussteigen sollte, schlägt das Handy sofort Alarm.  

Neues Angebot mit Batterien

Das neue Angebot «tiko storage» ist ab einem Preis von CHF 5‘500 verfügbar. Für das kleine Budget ist ein Abzahlungsmodell möglich: Ab 39 Franken im Monat lässt sich eine bestehende Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher und den notwendigen tiko Geräten erweitern. Damit können Sie als erstes Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 70% erhöhen. Zusätzlich profitieren Batteriebesitzer von bis zu 250 Franken jährlich, die sie für die Teilnahme am tiko Speichernetzwerk zurückbekommen. Abhängig von der Höhe der aktuellen Stromkosten sind die Investitionen in die Batterie somit rasch amortisiert.  

Batterien – (k)ein Umweltrisiko?

Der Einsatz von Batterien spaltet die öffentliche Meinung. Manche sehen die effizienten Speicher als wichtigsten Baustein zur Durchsetzung erneuerbarer Energien. Auf der anderen Seite stehen sie im Verruf, weil der Abbau der Batterie-Rohstoffe und ihr Recycling hohe Umweltschäden verursachen kann. Auch stehen Minenbetreiber in der Kritik aufgrund teils schlechten Arbeitsbedingungen in den Rohstoffminen.  

Daher verwendet sonnen Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4). Die notwendigen Rohstoffe werden auf nachhaltigem Weg gewonnen und es wird auf toxische Schwermetalle verzichtet. Sie sind langlebiger und sicherer als zahlreiche andere Lithium-Ionen-Batterien, die etwa in Smartphones, PCs oder Elektroautos zum Einsatz kommen. sonnen verspricht für Ihre Batterien zudem eine Lebensdauer von mindestens 10'000 Zyklen, was für einen durchschnittlichen Haushalt für mehr als 20 Jahre ausreicht.  

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