02.01.2018 - 00:00, dpa/dj

Wahr oder Unsinn: Fünf Computermythen unter der Lupe

 

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Verbraucht mehr Arbeitsspeicher auch mehr Strom? Sind mehrere Prozessorkerne wirklich immer schneller? Wir testen fünf Computermythen auf ihren Wahrheitsgehalt.

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1) USB-Kabel soll man nicht verlängern

USB-Kabel soll man nicht verlängern, heisst es immer wieder. Aber stimmt das auch wirklich? Zumindest, wenn es sich um USB-3.0-Verbindungen handelt, ist da etwas dran. Wer etwa eine Festplatte über ein Verlängerungskabel betreibt, muss mit starken Einbussen bei der Übertragungsgeschwindigkeit rechnen.

Es kann auch vorkommen, dass Geräte einfach nicht erkannt werden. USB-3.0-Stecker erkennen Nutzer häufig daran, dass das Kunststoffteil im viereckigen Stecker blau eingefärbt ist.

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2) Zum Strom sparen WLAN und Bluetooth deaktivieren

Auch nicht wirklich falsch ist der Tipp, zum Stromsparen am Notebook WLAN und Bluetooth zu deaktivieren. Allerdings bewegt sich der Gewinn an Akkulaufzeit im Bereich weniger Minuten. Besonders bei Geräten mit geringer Akkukapazität wirkt sie die Abschaltung kaum positiv auf die Laufzeit aus.

3) Mehr Prozessorkerne machen PC schneller

Manchmal ja, manchmal nein - in diesem Bereich liegt der Glaube, dass mehr Prozessorkerne automatisch mehr Leistung bedeuten. Das gilt nur innerhalb der gleichen Prozessorengeneration und Typenfamilie eines Herstellers. Vergleicht man verschiedene Produkte, Bauarten und Hersteller, kann ein Vierkernprozessor auch schneller sein als ein Achtkernprozessor.

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4) Mehr Arbeitsspeicher, mehr Stromverbrauch

Nicht richtig ist, dass mehr Arbeitsspeicher im Computer zu einem höheren Stromverbrauch führt. Das ist nur unter sehr hoher Last der Fall. Im Normalbetrieb oder Leerlauf können moderne Computersysteme DRAM-Module in einen Stromsparmodus schalten. Dann gibt es kaum einen Unterschied bei der Leistungsaufnahme. Nehmen Sie also beim nächsten Laptop doch die Konfiguration mit mehr RAM.

5) Mehr Arbeitsspeicher macht PC schneller

Und noch ein Arbeitsspeichermythos stimmt nur zum Teil: nämlich, dass mehr Arbeitsspeicher auch sofort zu mehr Leistung führt. Das ist nur der Fall, wenn ein System mit zu wenig Speicher aufgerüstet wird. Ist ohnehin schon genug Speicher für die täglichen Aufgaben vorhanden, ist der Leistungszuwachs durch einen zusätzlichen Speicherriegel nur gering.

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