10.01.2018 - 12:06, Pascal Landolt

Meltdown & Spectre: Sicherheits-Updates verlangsamen Computer

 

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Wegen «Meltdown» und «Spectre», den letzthin bekannt gewordenen Chip-Sicherheitslecks auf Computern und Handys, ist ein Software-Update dringend nötig. Der Nachteil: Der Sicherheits-Patch kann den Rechner ausbremsen.

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Mittlerweile dürften es alle Nutzer von Computern oder Handys mitbekommen haben: Eine Hardware-Schwachstelle auf Computerchips macht es nötig, sein Gerät zu schützen. Wie das genau geht, erklären wir im Artikel «Kritische Chip-Sicherheitslücke: Was Sie als Nutzer tun können». 

Nun stellt sich heraus, dass als Nebeneffekt des Sicherheits-Updates der Rechner etwas langsamer laufen kann. Wir erklären, welche Systeme das betrifft und was Apple-Nutzer besonders beachten müssen.

So wirkt sich das Update auf Windows-Computer aus

  • Mit Windows 10 auf neuen Rechnern (PCs der 2016-Ära mit Skylake, Kabylake oder neuerer CPU) zeigten Messungen Verlangsamungen im einstelligen Prozentbereich. Vermutlich werden die meisten User hier keine Verlangsamung bemerken.
  • Mit Windows 10 auf älteren Geräten (PCs der 2015-Ära mit Haswell oder älterer CPU) zeigten Messungen deutlichere Verlangsamungen. Darum sei davon auszugehen, dass «einige Nutzer» merkten, dass ihr PC langsamer laufe.
  • Mit Windows 8 und Windows 7 auf älteren Geräten (2015-Ära-PCs mit Haswell oder älterer CPU) würden «die meisten Nutzer» eine Abnahme der Systemleistung bemerken.

Besonders betroffen seien dabei nicht mal die Privatanwender, sondern Anbieter von Internet-Servern. Wer einen Windows-Server betreibt, soll die Performance-Auswirkungen der bereitstehenden Updates für die Prozessor-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre genau prüfen, erklärt Microsoft-Vizepräsident Terry Myerson in einem Blog-Beitrag.

Wie kann ich meinen PC wieder schneller machen?

Zwar ist es bitter, Geschwindigkeit für Sicherheit aufzugeben - Am Sicherheits-Update für die Chip-Schwachstelle sollte trotzdem kein Weg vorbei führen. Sein Windows-System auf den neuesten Stand zu aktualisieren, macht absolut Sinn.

Das Update muss aber nicht der einzige Grund sein, warum Ihr PC in letzter Zeit etwas stockt und schleicht. Viele dieser Ursachen wie Bloatware können Sie auch ganz einfach selbst beheben. In unserem Artikel «Neun Gründe, warum Ihr Computer so langsam ist» zählen wir die grössten PC-Bremsen auf und erklären, wie Sie Ihr System wieder auf Geschwindigkeit trimmen.

Was ist mit Apple-Hardware?

Apple hat in einem Statement verlauten lassen, dass all seine Geräte ausser der Apple Watch betroffen sind. Konkret sollten Nutzer von iPhones, iPads und Mac-Computern ebenfalls auf die neueste System-Version updaten, um die Sicherheitslücken zu schliessen.

Wichtig für Mac-Nutzer: Das macOS-Update bringt nur den eigenen Safari-Browser auf den neuesten Stand. Wer fürs Internet ein anderes Programm, wie beispielsweise Firefox oder Chrome verwendet, sollte diese separat updaten.

Im Gegensatz zu Windows-Rechnern sollten Mac-Nutzer allerdings trotz des Updates keine Geschwindigkeitseinbussen erfahren, so Apple gegenüber ABC.

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