05.01.2018 - 13:29, dpa/dj

Mit dem Smartphone auf die Ski-Piste: Die Dos und Don'ts

 

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Schnell noch ein Selfie mit der Aussicht schiessen und dann Abfahrt - aber ist das eigentlich erlaubt? Eine Übersicht darüber, wie Skifahrer und Snowboarder das Smartphone auf der Piste nutzen können - und wo sie es besser lassen sollten.

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Das erste No-Go: Kopfhörer

«Ein absolutes No-Go. Das macht man schliesslich auch beim Autofahren nicht.», sagt Andreas König, Sicherheitsbeauftragter für Freizeitsport beim Deutschen Skiverband (DSV). Man höre dann nicht, was um einen herum geschieht und beeinträchtige ausserdem den Gleichgewichtssinn.

Ein Nutzungsverbot für Smartphones oder Kopfhörer gibt es aber nicht. Die Verhaltensregeln des Internationalen Skiverbands FIS schreiben lediglich vor, dass jeder Skifahrer und Snowboarder Rücksicht auf andere Fahrer nehmen und es vermeiden muss, sich an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten.

Sicherheit geht vor

«Viele Liftgesellschaften bieten mittlerweile WLAN in den Talstationen an. Dort können Besucher sich informieren, Nachrichten checken und telefonieren», so König weiter. Auf der Piste dagegen könne das Bedienen des Smartphones Risiken bergen: Er selber habe sich schon dabei ertappt, beim Fotografieren am Pistenrand unbeabsichtigt zu weit auf die Piste zu treten - weil er alle Anwesenden auf das Gruppenfoto bekommen wollte. «Das ist gefährlich und kann schnell in einem Unfall enden», meint er. «Ausser im Notfall hat das Smartphone nichts auf der Piste zu suchen.»

Akkulaufzeit optimieren

Wer im Winter das Beste aus dem Smartphone-Akku herausholen möchte, sollte zwei Dinge beachten: Da bei Kälte die Akkuleistung nachlässt, sollte man das Handy nicht dauerhaft der kalten Umgebung aussetzen und regelmässig in einer körpernahen Tasche aufwärmen. Beim Telefonieren sollte man es mit der Hand oder der Kappe vor der Kälte abschirmen. Ausserdem können Nutzer den Stromverbrauch des Smartphones reduzieren, indem sie nicht verwendete Funktionen deaktivieren. Dazu zählen automatische Updates, das Deaktivieren des WLANs oder das Herabsetzen der Displayhelligkeit.

Kondenswasserbildung vorbeugen

Bei der Einkehr in die gut geheizte Skihütte besteht die Gefahr, dass sich im ausgekühlten Gerät Kondenswasser bildet. Das kann Schäden in der Elektronik zur Folge haben. Doch nicht nur Kondenswasser ist gefährlich: Wer im Schneetreiben telefoniert, setzt das Smartphone ebenfalls unliebsamer Feuchtigkeit aus. Es drohten teure Reparaturen. Dem ausgekühlten Gerät sollte man mindestens eine halbe Stunde Zeit zu geben, sich an Plusgrade zu gewöhnen - zum Beispiel in der warmen Jackentasche.

Empfehlenswerte Apps

Wer in die Skiferien fährt, kann sich häufig eine App des jeweiligen Skigebiets herunterladen. Das ist meist sinnvoller als andere Anwendungen, da diese Apps aktuelle Informationen zu Lift- und Pistenstatus sowie Schneeberichte und genaue Karten enthalten. Wenn es doch generell soll sein: Die Swiss Snow Report App von Schweiz Tourismus (iOS, Android; kostenlos) beinhaltet Schnee- und Anlageinformationen von über 200 Schweizer Winterorten.

Zudem sollte man eine Wetter- und eine Lawinenwarn-App installieren. Wer in den Schweizer Alpen unterwegs ist, kann auf «White Risk» (iOS, Android; kostenlos) zurückgreifen, und «SnowSafe» (iOS, Android; kostenlos) deckt unter anderem Österreich und Südtirol ab. Für Deutschland gibt es die App des Deutschen Wetterdienstes «WarnWetter» (iOS, Android; kostenlos).  

Wintersportlern, die gefahrene Höhenmeter, Liftnutzung und Pistenkilometer dokumentieren wollen, empfiehlt sich die App «Skiline», die ebenfalls kostenlos für Android und iOS zur Verfügung steht. Mit Fitnesstracker-Apps kann man ausserdem den Überblick über seine sportliche Aktivität und den Kalorienverbrauch behalten.

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Schöne Fotos

Kalte Finger und Schnappschuss-Hektik ergeben keine guten Bilder. Deshalb sollte man sich für Touchdisplays geeigneten Handschuhen zulegen und Serienaufnahmen machen, die sich bei vielen Smartphones mit dauergedrücktem Auslöser schiessen lassen. Anschliessend kann man aus der Sequenz dann den besten Moment auswählen.

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