09.01.2018 - 13:47, dpa/dj

OLED, HDR und KI: Diese neuen Tech-Begriffe müssen Sie kennen

 

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Die Tech-Branche wirft auch dieses Jahr wieder mit Begriffen um sich. Was bedeutet HDR? Was ist OLED oder QLED und warum braucht mein Handy jetzt KI? Keine Sorge - wir helfen bei der Navigation durch den Begriffs-Dschungel.

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In Las Vegas hat die Consumer Electronics Show begonnen, die grösste Tech-Messe der USA. Noch bis zum 12. Januar werden dort die neusten Gadgets für Konsumenten präsentiert.

Bei so viel Neuem kann man allerdings schnell den Überblick verlieren, worüber gerade gesprochen wird. Zum Start der CES entzerren wir daher das babylonische Sprachengewirr und erklären Ihren hier und in der Bildergalerie die Tech-Begriffe, die Sie kennen sollten.

1) Fernseher: Viele Begriffe für ein gutes Bild

Traditionell ein grosser Fokus auf der CES sind Fernseher. Ultra-High-Definition-Fernseher (UHD oder 4k/8k) sind längst zum Standard geworden, jetzt versuchen sich die Hersteller über Zusatzfeatures zu profilieren. Etwa beim High Dynamic Range (HDR).

Ein herkömmlicher Fernseher ohne HDR beherrscht 256 Helligkeitsstufen (8 Bit). Ein HDR-Standard-Fernseher kann dagegen 1024 Helligkeitsstufen (10 Bit) anzeigen. Davon profitieren vor allem Filme mit Sequenzen, die sehr hell oder sehr dunkel sind (zum Beispiel Aufnahmen im Schnee oder in einer Höhle).

Die Firma Dolby Laboratories, die vor allem mit Systemen zur Tonoptimierung bekannt wurde, ging noch einen Schritt weiter und entwickelte ein System mit zwölf Bit (4096 Helligkeitsstufen) und einer dynamischen Anpassung je nach Filmsequenz. Bei Dolby Vision werden die Metadaten nämlich nicht für den gesamten Film festgelegt, sondern für jedes Bild einzeln übertragen, was die Bilddarstellung noch einmal deutlich verbessert. Das herkömmliche HDR ist dagegen statisch und passt sich nicht an einzelne Szenen an.

Für Dolby Vision werden allerdings Lizenzgebühren fällig, weshalb Samsung mit HDR10+ ein Konkurrenzformat entwickelt hat. Hier bahnt sich ein weiterer Formatkrieg an, da sich die grossen Filmstudios bisher noch nicht auf ein Format geeignet haben.

Auch die Debatte zwischen QLED und OLED ist noch nicht entschieden. Samsung etwa unterstützt auf die Quantenpunkt-Leuchtdiode QLED. Diese setzt auf Hintergrundbeleuchtung, sind dadurch besonders farben- und kontrastreich. Bei OLED, der Organische Leuchtdiode, leuchten die Bildpunkte selbst, eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht notwendig. Dadurch können die Bildschirme besonders klein ausfallen.

OLED vs. QLED: Der grosse Bluewin-Kaufratgeber

  • 4k
  • 4k
  • UHD
  • 4K

2) Computer: Chip-Angriffe und Quantensprünge

Bei Computern sind die derzeit am häufigsten verwendeten Begriffe «Meltdown» und «Spectre». Das sind leider keine neue, bahnbrechende Technologien sondern die Namen von zwei dramatischen Sicherheitslücken, die fast alle derzeit genutzten Prozessoren betreffen. Alle grossen Hardware- und Software-Hersteller arbeiten an Lösungen, aber Entwarnung kann derzeit noch nicht gegeben werden.

An der CES schauen die Chip-Hersteller daher lieber in die Zukunft. Intel verkündete etwa einen neuen Quantencomputer. Wie diese die Technik-Welt revolutionieren könnten, zeigt dieser Artikel.

3) Smartphones: Randlos glücklich

Neue Spitzen-Smartphones finden sich kaum an der CES, dafür ist der nächsten Monat startete Mobile World Congress in Barcelona die richtige Adresse. Weiter entwicklen wird sich das Edgeless Display, der randlose Bildschirm, bei dem Rahmen um das Display der Vergangenheit angehören.

Immer mehr Hersteller setzen auch auf hochmoderne OLED-Bildschirme (siehe oben), etwa Apple mit dem iPhone X, Google mit dem Pixel 2 (XL) und Pionier Samsung zuletzt mit dem Galaxy S8. Die erweiterte Realität (Augmented Reality, AR) wird sich ebenfalls in vielen Smartphones finden, nachdem sie Apple in iOS 11 zum elementaren Teil des Betriebssystem gemacht hat. Immer mehr Smartphones werden auch eigenen Chips für Künstliche Intelligenz (KI oder AI) bekommen, da sie zunehmend in Anwendungen verwendet wird.

4) Kameras: Weniger Megapixel ist mehr

Im Selfie-Zeitalter scheinen eingeständige Kameras ein Auslaufmodell zu sein. Aber natürlich steht auch hier der Fortschritt nicht still. Im Rennen um die höchste Auflösung, also die meisten Megapixel, machen allerdings nicht alle mit. So hat die neue Panasonic Kamera Lumix GH5S nur eine Auflösung von 10,2 Megapixeln, weniger als die meisten Smartphones. Stattdessen setzt Panasonic auf herausragende Bilder unter schlechtem Licht, macht also auch noch scharfe Fotos, wenn bei anderen Kameras nur ein schwarzes Bild zu sehen ist.

Auch bei Kameras ist das von den Fernsehern bekannte HDR ein grosses Thema, schliesslich müssen die Inhalte auch irgendwie produziert werden. Slow Motion, also die Zeitlupenfunktion, wird ebenfalls immer wichtiger.

Auf diese Technik-Neuheiten freuen wir uns 2018

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Doch genug der blossen Theorie: Natürlich dreht sich die Tech-Welt ja eigentlich um die neuesten und glitzerndsten Gadgets. Von denen gibt's auch dieses Jahr jede Menge. Hier sind die wichtigsten Neuheiten:

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«The Wall» ist riesige 146 Zoll gross.
Bild: dpa

Sony: Neue 4k-Fernseher und Hybrid Blu-ray-Player

Der japanische Tech-Gigant Sony hat unter anderem neue OLED-Fernseher der Bravia-Reihe nach Las Vegas gebracht. Beim AF8 mit 55 oder 65 Zoll kommt der Sound direkt aus dem Bildschirm. Der Blu-ray-Player UBP-X700 soll den Formatkrieg überwinden, er unterstützt sowohl HDR10 als auch Dolby Vision. Die Dolby Atmos Soundbar HT-ZF9 soll als Einzelgerät trotzdem dreidimensionalen Klang erzeugen.

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Der Klang kommt beim Sony Bravia AF8 direkt aus dem Bildschirm.
Bild: Sony

Dünnes 14-Zoll-Laptop von Acer

Nicht einmal neun Millimeter: So dünn ist das Notebook Swift 7, das Acer auf der CES präsentiert hat. Das in Aluminium gehüllte Laptop hat einen 14 Zoll (35,6 Zentimeter) grossen Bildschirm. Es kann mit einer Sim-Karte LTE-Verbindungen herstellen, hat eine beleuchtete Tastatur und nach Herstellerangaben bis zu zehn Stunden Akkulaufzeit. Maximal ausgestattet werden kann das Swift 7 mit einem Intel Core i7 der siebten Generation, 256 Gigabyte (GB) SSD-Speicherplatz und 8 GB Arbeitsspeicher.

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Das Acer Swift 7 ist mit 8,98 Millimetern ultra-dünn.
Bild: Acer

Auch Asus mit schlanken Laptops

Leicht und mit langer Laufzeit: Bis zu 15 Stunden Arbeitszeit bei 985 Gramm Gewicht verspricht das ZenBook 13 (UX331UAL) von Asus. Es kommt mit Intels i7-Prozessoren der achten Generation, 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 1 Terabyte SSD-Speicher. Mit dem X507 zeigen die Taiwaner in Las Vegas noch ein weiteres Notebook mit Full-HD-Display (1920 zu 1080 Pixel) mit besonders schmalen Bildschirmrändern. Als Prozessoren kommen Chips aus Intels siebter Generation der Core-i-Serie zum Einsatz, für 3D-Grafik sorgt Nvidias MX110-Chip.

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Das ZenBook 13 von Asus wiegt 985 Gramm und soll bis zu 15 Stunden Laufzeit mit einer Akkuladung liefern.
Bild: Asus

Das waren die spannendsten Apps in 2017

  • Apps
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