Russland geht gegen Social-Media-Dienste vor

dj

10.3.2021

Berichte über Proteste auf Social Media sieht Russland nicht gerne.
Berichte über Proteste auf Social Media sieht Russland nicht gerne.
Keystone

Russland bekämpft unabhängige Social-Media-Dienste, Microsoft schickt das alte Edge in den Ruhestand und Apple investiert gross in Europa. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

dj

10.3.2021

Die russische Regierung verstärkt ihren Kampf gegen unabhängige Social-Media-Dienste. Sie verklagte Facebook, Twitter, Google, TikTok und Telegram, weil diese nicht schnell genug Beiträge zu den Protesten gegen die Inhaftierung des Oppositionellen Alexei Navalny löschen würden. Zunächst werden hier Geldbussen angestrebt.

Parallel hat die russische Aufsichtsbehörden Roskomnadzor den Zugang zu Twitter gedrosselt, meldet «Reuters». Für russische Nutzer wird die Seite nun erheblich langsamer als üblich laden, eine permanente Sperre stehe ebenfalls im Raum. Vorgeblicher Grund ist hierbei laut Roskomnadzor, dass Twitter Inhalte zu Suiziden, Drogenmissbrauch und Pornografie nicht entfernen würde.

Microsoft beendet Unterstützung für altes Edge

Microsoft hat die Unterstützung für Versionen seines Browser Edge, die noch nicht auf Chromium basieren, eingestellt. Sie werden keine weiteren Sicherheitsupdates mehr bekommen, meldet «The Verge». Im Januar 2020 lancierte Microsoft eine Edge-Variante auf Chromium-Basis, also dasselbe Grundgerüst, das auch in Google Chrome steckt.

Apple Podcasts verabschiedet sich von «Abonnieren»

Podcasts in der gleichnamigen App für iOS kann man zukünftig nicht mehr «abonnieren», sondern stattdessen «folgen». Laut «Podnews.net» wurde die Wortwahl geändert, da 47 Prozent der Menschen, die noch keine Podcasts hören, mit dem Wort «abonnieren» eine Verpflichtung zur Zahlung verbinden. Podcasts bei Apple sind allerdings kostenlos.

Apple will 5G-Chips in München entwickeln

Apple will rund eine Milliarde Euro in Entwicklungszentren im Münchener Raum investieren. Dort soll ein «Europäisches Zentrum für Chip-Design» entstehen, wie das Unternehmen mitteilte. Unter anderem ein 30'000 Quadratmeter grosses Gebäude in der Münchener Innenstadt soll Ende 2022 bezogen werden. Vor allem an einem Apple-eigenen 5G-Chip dürfte an dem Standort gearbeitet werden.