Betrüger verhaftet Senior (85) lockt falsche Polizisten in Falle – zum zweiten Mal

Dominik Müller

18.12.2025

Mit einem sogenannten Schockanruf wollten die Betrüger den Mann um 10'000 Euro erleichtern.
Mit einem sogenannten Schockanruf wollten die Betrüger den Mann um 10'000 Euro erleichtern.
Symbolbild: Keystone

Ein 85-jähriger Deutscher hat zum zweiten Mal Telefonbetrüger überlistet – und damit erneut eine Festnahme ermöglicht. Gemeinsam mit seiner Tochter liess er die Täter ins Leere laufen.

Dominik Müller

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein 85-Jähriger aus Ingolstadt (D) hat erneut Telefonbetrüger mithilfe seiner Tochter ausgetrickst.
  • Die Betrüger täuschten einen Schockanruf vor, doch der Senior spielte mit, während seine Tochter die Polizei alarmierte.
  • Bereits im September 2024 hatte das Duo mit derselben Methode eine andere Festnahme ermöglicht.

Ein 85-jähriger Mann aus der deutschen Stadt Ingolstadt ist Telefonbetrügern auf die Schliche gekommen – und drehte den Spiess einfach um. Mit einem fingierten Schockanruf wollten falsche Polizisten ihn um sein Erspartes bringen. Doch der Senior spielte mit und lockte die Täter in eine Falle, wie die Polizei mitteilt.

Am Telefon gab der Mann vor, bereit zu sein, 10’000 Euro Bargeld sowie mehrere Goldmünzen zu übergeben. Während er die Betrüger hinhielt, alarmierte seine Tochter im Hintergrund die echte Polizei. Diese griff beim vereinbarten Übergabetreffpunkt zu und nahm einen 20-jährigen Abholer fest.

Der mutmassliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Für Vater und Tochter ist es bereits der zweite Erfolg gegen Telefonkriminelle. Schon im September 2024 hatten sie mit derselben Masche eine Festnahme ermöglicht.

Zweimal die gleiche Masche

Damals versuchte ein falscher Polizist, den damals 84-Jährigen unter Druck zu setzen und ihn zur Übergabe von über 60’000 Euro zu bewegen. Auch in diesem Fall schaltete die Tochter die echte Polizei ein. Eine 40-jährige Abholerin wurde vor Ort verhaftet und kam ebenfalls in U-Haft.

Die Polizei lobte das Vorgehen des Duos ausdrücklich als «vorbildlich». In beiden Fällen setzten die Betrüger auf dieselbe Masche: Ein angeblich tödlicher Unfall, eine angebliche Verwandte in Haft – und die Forderung nach einer Kaution. Einmal ging es um eine Nichte, zuletzt um eine Enkelin.