Bund warnt Betrüger schicken fiese falsche Serafe-Mails

Lea Oetiker

3.12.2025

Die Opfer sollen auf einer gefälschten Webseite zunächst scheinbar harmlose Daten eingeben, bevor am Schluss Kreditkarteninformationen abgefragt werden.
Die Opfer sollen auf einer gefälschten Webseite zunächst scheinbar harmlose Daten eingeben, bevor am Schluss Kreditkarteninformationen abgefragt werden.
Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Aktuell verschicken Betrüger Mails im Namen der Serafe AG. Der Vorwand: eine Wohnsitzprüfung. Doch eigentlich wollen sie an AHV-Nummern und Kreditarten gelangen. So schützt du dich

Lea Oetiker

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Gefälschte E-Mails im Namen der Serafe AG fordern zur Verifizierung des Wohnsitzes auf.
  • So versuchen die Betrüger auf persönliche Daten wie AHV-Nummer, Umzugsdatum und Kreditkarteninformationen zu gelangen.
  • Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor dieser Phishing-Kampagne.

Eine E-Mail mit der Bitte, den Wohnsitz zu verifizieren, sorgt aktuell für Verunsicherung. Absender ist angeblich die Serafe AG, die Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehabgaben. Aber Achtung, das Schreiben ist gefälscht. Wie das Bundesamt für Cybersicherheit (Basc) in einer Mitteilung schreibt, läuft aktuell eine breit angelegte Phishing-Kampagne.

Unter dem Vorwand, die «aktuelle Wohnsituation» verifizieren zu müssen, versuchen Cyberkriminelle, an ein umfassendes Set persönlicher Daten zu gelangen. Von Name, Geburtsdatum und AHV-Nummer bis hin zu Kreditkarteninformationen.

Laut dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) ist der Name Serafe nicht zufällig gewählt. Da alle Haushalte hierzulande Gebühren an die Erhebungsstelle zahlen, wirkt eine entsprechende E-Mail auf fast alle Empfänger glaubwürdig. 

Screenshot einer betrügerischen Mail
Screenshot einer betrügerischen Mail
Bundesamt für Cybersicherheit

Besonders auffällig ist der stufenweise Aufbau der Betrugsmasche. Die Opfer sollen auf einer gefälschten Webseite zunächst scheinbar harmlose Daten eingeben, bevor am Schluss Kreditkarteninformationen abgefragt werden. Laut der NCSC zielt dieses mehrstufige Vorgehen darauf ab, möglichst viele Identitätsmerkmale zu sammeln.

Zu den abgefragten Abgaben gehört auch das Datum eines allfälligen Umzugs. Diese Informationen könnten für einen Folgeangriff genutzt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Beispielsweise unter falschem Vorwand von Post- oder Bankdienstleistungen run um den Umzugszeitpunkt. Täter versuchen so, gestresste oder unaufmerksame Personen in einer sensiblen Phase zu treffen.

So schützt du dich

Die Serafe AG wird dich niemals per Mail auffordern, deine Wohnsituation zu verifizieren, deine AHV-Nummer preiszugeben oder Kreditkartendaten einzugeben. Die Serafe erhält alle notwendigen Daten ausschliesslich und automatisch von der Einwohnerkontrolle deiner Gemeinde. Den Umzug musst du also nie separat der Serafe melden. 

Gib niemals sensible Daten auf einer Website ein, die dich über einen Link in einer Mail erreicht haben. Die offiziellen Zahlungsmethoden der Serafe sind eBill, Lastschriftverfahren oder der Einzahlungsschein. Bewege die Maus über den Link (ohne zu klicken), um die wahre Ziel-Adresse in der Vorschau zu sehen. Melde die verdächtige Mail dem BACS.

Falls du die Daten bereits eingegeben hast

Kontaktiere umgehen deine Bank und lasse die Karte sperren. Überprüfe alle Transaktionen. Erstatte Anzeige bei der kantonalen Polizei, dies ist für den Fall eines Identitätsmissbrauchs essenziell und oft online möglich.

Auf der Seite von Suisse ePolice kannst du Polizeiposten in Ihrer Nähe suchen. Sei auf Folgeangriffe (Anrufe oder Mails) vorbereitet, die deine gestohlenen Daten (AHV-Nummer, Umzugsdatum) nutzen könnten.