Spotify verzichtet wegen Adele auf Zufallswiedergabe

Dirk Jacquemien

22.11.2021

Der Aufschrei hat sich gelohnt, Spotify verzichtet bei Alben auf die Zufallswiedergabe.
Der Aufschrei hat sich gelohnt, Spotify verzichtet bei Alben auf die Zufallswiedergabe.
Getty Images

Adele erzwingt einen Kurswechsel bei Spotify, Netflix erhöht die Preise und die Tesla-App versagte. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Dirk Jacquemien

22.11.2021

Bei der Wiedergabe von Alben auf Spotify wird nicht mehr standardmässig die Zufallswiedergabe oder Shuffle eingeschaltet. Spotify änderte das Verhalten seiner App, nachdem sich Pop-Superstar Adele beschwert hatte. Sie habe die Reihenfolge der Titel auf ihrem neuen Album «30» bewusst festgelegt, um eine «Geschichte» zu erzählen, so Adele auf Twitter.

Nicht nur bei Adele, sondern bei Alben aller Künstler*innen werden die Titel ab sofort standardmässig in ihrer beabsichtigten Reihenfolge abgespielt. Nutzer*innen können den Zufallsmodus aber weiterhin manuell aktivieren. Die Kunstform «Album» hat im Streaming-Zeitalter prinzipiell an Bedeutung verloren. Viele Künstler*innen veröffentlichten heutzutage eher in kurzen Abständen immer wieder neue Lieder anstatt viele Titel auf einen Schlag mit einem Album.

Netflix erhöht Preise in der Schweiz

Ein Netflix-Abonnement wird teurer. Das Standard-Abo kostet nun 18.90 statt bisher 16.90 Franken pro Monat. Die Kosten für das Premium-Abo mit Ultra-HD-Auflösung steigen von 21.90 auf 24.90 Franken. Einzig das Basis-Abo, mit dem Inhalte noch nicht einmal in regulären HD angesehen werden können, verbleibt bei 11.90 Franken. Für Neukund*innen gelten die erhöhten Preise sofort, Bestandskund*innen werden sie in den kommenden Monaten zahlen müssen.

Tesla-App-Schlüssel versagte

Tesla-Besitzer*innen weltweit konnten sich am Freitag zeitweilig nicht über die App des Elektroautoherstellers mit ihrem Fahrzeug verbinden, berichtet «Electrek». Die App lässt sich etwa die Klimaanlage steuern, aber auch die Türen öffnen. Ganz ausgesperrt waren die Besitzer*innen aber auch während des App-Ausfalls nicht. Mit einer regulären Schlüsselkarte sowie über Bluetooth liessen sich die Fahrzeuge weiterhin aufsperren, vorausgesetzt man befand sich in deren unmittelbarer Nähe.

Meta verschiebt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in den Meta-Apps Facebook und Instagram wird sich auf 2023 verschieben, berichtet der «Telegraph».  Ursprünglich hatte das ehemalig als Facebook bekannte Meta geplant, bereits nächstes Jahr die Nachrichten-Verschlüsslung breitflächig einzuführen. Bei der anderen Meta-App WhatsApp gibt es bereits eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.