Telegram wird zunehmend zur Plattform für Cyberkriminelle

Von Dirk Jacquemien

21.9.2021

Kriminelle fühlen sich auf Telegram wohl.
Kriminelle fühlen sich auf Telegram wohl.
Getty Images

Telegram wird zum Mekka für Cyberkriminelle, der Bitcoin stürzt ab und auch gegen Honor könnten Sanktionen verhängt werden. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Von Dirk Jacquemien

21.9.2021

Immer mehr Cyberkriminalität wird auf Telegram statt im Darknet abgewickelt. Zu dieser Einschätzung kommt eine Studie der Sicherheitsfirma Cyberint, über die die «Financial Times» berichtet. Telegram biete ein vergleichbares Level an Anonymität wie das Darknet, sei dabei aber deutlich einfacher so bedienen, wird als ein Grund für den Popularitätsgewinn bei Kriminellen angegeben.

In Telegram-Kanälen werden etwa vielfach gestohlene Passwörter angeboten. Kaufinteressent*innen können sich direkt per Privatnachricht melden und das krumme Geschäft abschliessen. Anders als im Darknet gibt es bei Telegram zwar eine zentrale Moderation, die Kanäle löschen könnte. Die in Dubai sitzenden Betreiber zeigten bislang aber wenig Engagement.

Bitcoin stürzt ab

Die Turbulenzen um den chinesischen Immobiliengiganten Evergrande habe auch Bitcoin erfasst. Die Kryptowährung stürzte auf knapp über 40'000 Dollar ab, bevor sie sich wieder ein bisschen erholte. In Zeiten von Marktturbulenzen schwächelt üblicherweise auch der Bitcoin, da er als besonders risikoreiche Investition angesehen wird.

Coinbase gibt Zins-Angebot auf

Die US-Kryptobörse Coinbase hat ihre Pläne aufgegeben, Zinsen auf bestimmte Kryptoanlagen anzubieten, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Zuvor hatte die Börsenaufsicht SEC mit einer Klage gedroht, falls das Angebot an den Start geht.

US-Sanktionen gegen Honor stehen im Raum

US-Behörden sind untereinander gespalten, ob der chinesische Smartphone-Hersteller Honor mit Sanktionen belegt werden soll, wie die «Washington Post» schreibt. Honor wurde letztes Jahr von Huawei abgespalten, das durch US-Sanktionen in die Knie gezwungen wurde. Eigentlich sollte Honor durch den Schritt wieder uneingeschränkt Bauteile am Weltmarkt einkaufen können.