23.09.2016 - 10:44

Rendez-vous am Brunnen: Das iPhone 7 im Wassertest

Anzeige
In Sekunden überspringen
noch Sekunden
Überspringen
von Anatol Heib, Redaktor
 

0 Bewertungen


Bluewin hat das iPhone 7 Plus ausprobiert. Neben der Doppelkamera und dem Leben ohne Kopfhöreranschluss wollten wir vor allem herausfinden, wie ernst es Apple mit dem Wasserschutz meint.

Nutzen Sie Bluewin auch unterwegs

Testen Sie die kostenlose App für Ihr Telefon oder Tablet

Bluewin konnte das iPhone 7 Plus eine Woche ausführlich testen. Wir fokussieren uns auf drei Punkte: Wie gut das wasserfeste Smartphone das Treffen am Brunnen übersteht, was die Doppelkamera leistet und wie es sich ohne Kopfhöreranschluss lebt. Alle Fakten zum neusten Smartphone von Apple inklusive Leistungsdaten finden Sie in diesem Artikel.

1. Wasserfest: iPhone 7 übersteht unseren Härtetest

Vor Wasser geschützt? Diese Ankündigung schreit geradezu nach einem Test. Bereits bei den wasserfesten Z-Smartphones von Sony und jüngst beim Galaxy S7 verspürte ich grosse Lust, den Handys mehr als nur ein paar Wasserspritzer zuzumuten. Und beide Modelle haben den Test bestanden.

Nun bekommt das Duo Gesellschaft: Das iPhone 7 ist wasserfest nach der Schutzklasse IP 67. Was heisst das? Die Ziffer 6 bedeutet, dass das Gerät staubdicht ist. Die 7 bezeichnet den Schutz gegen Wasser. Konkret: Das Smartphone ist gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Schwimmen und Tauchgänge sind also nicht zu empfehlen - «tünkeln» geht.

Bild zum Artikel

Erstmals ist ein Apple-Handy offiziell wasserfest. Die Schutzklasse IP 67 garantiert Schutz gegen zeitweiliges Eintauchen. Unseren Härtetest hat das iPhone 7 Plus bestanden.
Bild: Bluewin

Trotzdem wollte ich wissen, wie weit ich gehen kann: Das feuchtfröhliche Date mit einem Brunnen übersteht unser iPhone 7 Plus ohne Probleme (siehe Video oben). Unter dem Wasserstrahl, kurzes Eintauchen oder komplett auf den Grund des Brunnes sinken lassen – das Apple-Handy macht alles brav mit. Startet man vor dem Eintauchen die Videoaufnahme, filmt das Smartphone sogar unter Wassser weiter. Auch in anderen gnadenlosen Wasserexperimenten zeigt es keine Schwäche.

Warnung: Wir sind mit unserem Test ans Limit gegangen. Er zeigt, dass das iPhone 7 mehr als Regen und Wasserspritzer aushält, aber ausprobieren sollten Sie es trotzdem nicht unbedingt und nur auf eigene Verantwortung.

2. Wie gut die Kamera knipst - und filmt

Da ich nur noch mit dem Smartphone fotografiere, spielt die Kamera für mich eine zentrale Rolle. Mit dem Galaxy S7 Edge und Huawei P9 wurde ich in den letzten Monaten verwöhnt. Nach der Woche mit dem iPhone 7 Plus steht fest, dass ich auch mit dem Apple-Handy sehr gerne Fotos schiesse. Die Bilder sind scharf und zeigen viele Details.

Der optische Bildstabilisator (gibts nun auch beim kleineren Modell) kompensiert Verwackler. Ein Highlight ist die Doppelkamera beim iPhone 7 Plus - sie bietet ein Teleobjektiv für zweifachen optischen Zoom. Dazu kommt noch ein 10-facher digitaler Zoom. Damit gelingen tolle Makroaufnahmen und gezoomte Fotos sind beim iPhone 7 deutlich schärfer als bei anderen Smartphones. Apple liefert Ende Jahr zudem ein Update für den Porträtmodus nach. Damit lässt sich nachträglich der Fokus der Aufnahme verändern und zum Beispiel ein Objekt im Hintergrund scharf stellen.

Bild zum Artikel

Das iPhone 7 Plus wartet mit einer zweiten Kameralinse auf: Davon profitieren besonders Zoom- und Makroaufnahmen.
Bild: Keystone

In unserem Direktvergleich reagiert der Fokus des Galaxy S7 einen Tick besser. Die Bilder beim Samsung-Vertreter haben zudem kräftigere Farben.Während Farbe und Kontrast hier vielleicht zu stark gewichtet werden, hält das iPhone mit einer «natürlichen» und eher kühleren Darstellung dagegen, die umgekehrt vielleicht stärkere Farbakzente verdient hätte. Das ist letztlich Geschmacksache. Wer richtig tief in das Thema eintauchen will: «Business Insider»«Cnet» und Stern.de haben die Kamera ausführlich getestet.

Beim iPhone 7 Plus fehlt mir jedoch ein richtiger Pro-Modus für alle möglichen Einstellungen, wie ihn andere Top-Geräte bieten. 

Moment: Vergesst mir die Videos nicht

Was ich am iPhone 7 Plus (und auch beim Vorgänger 6s Plus) auch sehr schätze: Die exzellente 4K-Videofunktion. Und mit der App iMovie lassen sich die Clips sehr intuitiv bearbeiten. Kein Wunder, wurden in der Vergangenheit schon ganze Filme mit dem Apple-Handy gedreht. Mein Tipp für die Videoaufnahme ist Filmic Pro. Die App bietet viel mehr Funktionen als die Standard-App von iOS. Die Investition von 10 Franken lohnt sich auf jeden Fall für ambitionierte Handyfilmer.

3. Mein Leben ohne Kopfhöreranschluss

Das iPhone 7 hat keinen klassischen Kopfhöreranschluss mehr. Für mich definitiv eine Umstellung: Kabellose Kopfhörer habe ich schon mehrfach ausprobiert, doch ich blieb bisher buchstäblich am Kabel hängen. 

Apple hält für diesen Fall zwei Lösungen parat: In der Box findet man die üblichen Kopfhörer, die an die Lightningbuchse des iPhone 7 gestöpselt werden (die passen leider wie alle Vorgänger nicht in meine Ohren). Auch andere Hersteller wie Philips, Sony oder JBL bieten inzwischen Köpfhörer für den Ladekabelanschluss an, die für einen besseren Klang sorgen sollen als die klassischen Modelle.

Ausserdem liegt ein Adapter für die alten Kopfhörer bei. Diesen kann man für ein paar Franken auch separat kaufen. Doch Adapter sind nie elegant und können nur eine Notlösung sein. In diesem Fall ist dies offenbar auch mit einem Verlust der Soundqualität verbunden, wie Heise.de schreibt. Ich konnte das beim Musikhören nicht feststellen. Eins ist klar. Den Adapter lasse ich definitiv am alten Kopfhörer dran, denn die Gefahr ist gross, das kleine Teil zu verlieren.

Der dritte Weg scheint der bequemste zu sein: Komplett kabellose Kopfhörer. Apple liefert natürlich mit den Air Pods, die im Oktober für 179 Franken auf den Markt kommen, gleich selber die passende Antwort. Doch man kann auch auf beliebige Bluetooth-Kopfhörer ausweichen. Die drahtlose Technik beendet nicht nur den Kabelsalat, sondern scheint auch den Ansprüchen von Sound-Fetischisten zu genügen.

Die Musik-Welt ohne Kopfhöreranschluss

  • iphone 7 Kopfhörer
  • Kopfhörer
  • Adapter
  • iPhone 7 Kopfhörer

Was sonst noch aufgefallen ist

iOS 10: Auch ältere iPhones kommen in den Genuss der neusten iOS-Version. Das Update ist aber in Zusammenhang mit dem iPhone 7 aufgrund der vielen neuen Funktionen trotzdem eine Erwähnung wert - das Sahnehäubchen zur Hardware. Die Software ist nach wie vor der Schlüssel. iOS hat hier einen Vorteil gegenüber Android-Handys mit ihren unzähligen Herstellerversionen - die iPhone-Software hingegen bleibt konsistent.

Design und Bildschirm:  Bei der Verarbeitung musste man sich bei Apple noch nie Sorgen machen. Das iPhone 7 Plus sieht edel aus. Wie auch bei vielen anderen Smartphones ist mir die Rückseite zu glatt – es rutscht gerne aus der Hand. Doch beim nächsten Modell (das iPhone feiert dann den 10. Geburtstag) wünsche ich mir mehr Mut zum neuen Design. Denn seit dem iPhone 6 gab es keine nennenswerte Veränderung. Last but not least: Der Bildschirm ist kristallklar, deutlich heller als beim Vorgänger und erhält von den hartgesottenen Testern bei Displaymate.com Höchstnoten.

Nimm zwei - Stereo-Lautsprecher: Erstmals bietet ein iPhone Stereo-Lautsprecher. Was sich unspektakulär anhört, erweist sich in der Praxis als positive Überraschung. Ich werde mit deutlich besserem Sound mit mehr Volumen belohnt, wie der Vergleich mit dem Mono-Lautsprecher des iPhone 6s Plus zeigt. Das schätze ich besonders, weil ich gerne mal das Smartphone für ein Workout in den eigenen vier Wänden nutze. Wer aber mit dem iPhone 7 Party-Ambitionen hat, holt sich besser einen Bluetooth-Lautsprecher.

Fazit

Apple liefert mit dem iPhone 7 Plus erneut ein Premium-Smartphone mit toller Technik ab. Mein Favorit ist die Doppelkamera. Der Wasserschutz ist eine willkommene Zugabe, der zu filmischen Experimenten einlädt (auf eigenes Risiko!). Hinzu kommen viele weitere Puzzleteilchen wie der Stereo-Lautsprecher, der Homebutton mit haptischem Feedback oder ganz einfach iOS 10 - Apples Betriebssystem ist perfekt auf die Hardware abgestimmt.

Mit dem Fehlen des klassischen Kopfhöreranschlusses dürfte jeder Nutzer anders umgehen. Der Lightning-Kopfhörer ist eine akzeptable Lösung für Kabel-Puristen, doch lohnt es sich mittelfristig auch, einen Blick auf die Bluetooth-Kopfhörer zu werfen. Die Adapterlösung für Modelle mit dem klassischen Anschluss ist eher als Notlösung zu betrachten.

Anzeige
In Sekunden überspringen
noch Sekunden
Überspringen

Hinweis: Bluewin ist eine Marke der Swisscom (Schweiz) AG. Die Bluewin-Redaktion berichtet regelmässig über neue Produkte und Dienstleistungen von Swisscom.

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität