09.09.2016 - 15:18

Brillantes Nubia Z11: Warum ich dieses China-Smartphone trotzdem nicht will

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von Pascal Landolt, Redaktor
 

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Wie aus dem Nichts kommt dieses Smartphone mit «Wow»-Faktor: Der junge Hersteller Nubia macht mit dem Z11 vieles richtig. An der IFA in Berlin konnten wir uns von den Qualitäten des China-Smartphones überzeugen. In einem wichtigen Punkt fällt das Gerät trotzdem ab.

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Wer ein solides Smartphone will, muss sich an Marken halten: Apple, Samsung, HTC, LG - die grossen Player eben. Diese Vorstellung hat sich lange gehalten, kommt jetzt aber ins Wanken.

Denn immer mehr kleine Marken haben mittlerweile das Know-How und das Selbstbewusstsein, um wirklich gute Smartphones zu entwickeln.

Die IFA zeigt: China wird zur Handy-Macht

Huawei ist so eine Erfolgsgeschichte - der Konzern aus China hat innerhalb von nur wenigen Jahren den Anschluss an die Handy-Elite geschafft. Mit dem P9 hat Huawei ein Spitzen-Smartphone, das sich auch in Europa grosser Beliebtheit erfreut und jüngst ist in der oberen Mittelklasse zusätzlich das Huawei Nova hinzugekommen.

Und eine weitere Reihe an jungen, hungrigen Brands steht schon parat: Dass die Marktführer ihre Geräte im Reich der Mitte herstellen lassen, scheint abzufärben. Xiaomi, Lenovo, Oppo sind auch ausserhalb der Fan-Kreise schon ein Begriff, dazu gesellen sich jetzt auch ZTE und deren Untermarke «Nubia». Ehrlich gesagt - von letzterem hatten auch die Bluewin-Digitalredaktoren bis anhin nichts gehört. Doch was die Firma aus Shenzhen dieses Jahr aber nach Berlin mitgebracht hat, würde ich mir sofort in die Hosentasche stecken. 

Nubia Z11: «Will ich haben» aus China

Auch wenn Sie noch nie etwas von der Marke gehört haben - würden Sie so ein Smartphone wie hier auf dem Bild nicht sofort wollen?

Bild zum Artikel

Ein Design wie bei den ganz Grossen: Das Z11 von Nubia überzeugt optisch ganz klar. Die Kombination von Gold und Schwarz ist das Highlight der Reihe.
Bild: ZTE

Das hochwertige Design des Z11 hat uns denn auch dazu bewegt, das Gerät am Stand von Nubia etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ist es wirklich Gold, oder glänzt es bloss so verlockend? Unseren ersten Eindruck haben wir im Video ganz oben festgehalten.

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Auch mit inneren Werten kann das Z11 auftrumpfen: Prozessor, RAM, Speicher - an nichts wird gespart. Aufgeladen wird das Gerät über einen USB-C-Port.
Bild: ZTE

Technische Daten

Die Eckdaten lügen nicht: Nicht nur vom äusseren Design her überzeugt das Z11, auch im Innern kommen nur die besten Komponenten zum Einsatz.

In einen Unibody aus Metall eingebettet ist ein 5,5-Zoll-IPS-LCD-Bildschirm mit einer Full-HD-Auflösung von 1920x1080 Pixeln. Dazu gesellen sich je nach Ausführung 4 bis 6 GB RAM und 64 bis 128 GB Speicherplatz. Wem das noch nicht reicht, kann zusätzlich eine 256 GB-SD-Karte einsetzen.

Angetrieben wird das ganze Paket von einem schnellen Qualcomm Snapdragon 820. Dadurch ist es während des Tests zu keinem einzigen Ruckler gekommen. Als Betriebssystem dient Android 6.0 Marshmallow, darüber installiert Nubia noch seinen eigenen Skin. Das Z11 wird über einen USB-C-Port geladen.

Erster Eindruck: Gutes Gerät, fragwürdige Kommunikation

Das Z11 hat mir so gut gefallen, dass ich am Nubia-Stand gleich nachgefragt habe, wo ich es denn kaufen könne. Die Verantwortlichen schienen sich dessen jedoch selbst noch nicht so sicher zu sein und verwiesen auf Internet-Kanäle mit unterschiedlichen Preisspannen.

Und hier offenbart sich doch der Unterschied zu grossen Brands: Während ich beispielsweise für ein iPhone in einen Apple- oder Swisscom-Store spazieren und dort mein Gerät kaufen kann, ist das bei Nubia definitiv noch nicht der Fall. Bei einem Garantiefall mit einem Z11 sähe es denn auch bitter aus: Kein Händlernetz, keine Ersatzteile, keine Reparatur.

Ich werde für den Moment also das Z11 und seine Cousins von anderen aufstrebenden Marken vor allem aus der Ferne betrachten und warte ab, wie sich der Support entwickelt. Dass die China-Brands gute Geräte machen, wissen wir jetzt. Wie sich die Kundenbindung entwickelt, ist aber noch offen. Und das rechtfertigt den Startpreis des Z11 von rund 500 Franken noch nicht.

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Wem das Z11 mit 5,5 Zoll Bildschirmdiagonale etwas gross ist, kann auch auf die kleineren (5 ") Z11 Mini ausweichen. Auch sie warten mit einem edlen Design auf.
Bild: ZTE

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