23.11.2016 - 10:00, aktualisiert: 29.11.2016 - 16:14

Mate 9: Huawei macht mit diesem XL-Handy fast alles richtig

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von Anatol Heib, Redaktor
 

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Der chinesische Hersteller legt zum Jahresende mit einem weiteren Flaggschiff nach: Das Mate 9 bietet einen übergrossen Bildschirm, XL-Akku sowie eine Leica-Doppelkamera - und hat viele Überraschungen auf Lager.

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Huawei ist inzwischen die Nummer 3 bei den Smartphone-Herstellern. Im Frühling landete der Konzern mit dem Huawei P9 einen Hit. Das Smartphone mit der Doppelkamera, die in Zusammenarbeit mit Leica entstanden ist, brachte frischen Wind in den Markt. Auch Bluewin war vom P9 angetan.

Ab sofort erhältlich - auch bei Swisscom

Und Huawei hält das Tempo hoch: Während die Konkurrenz ihre Flaggschiffe bereits veröffentlicht hat, legen die Chinesen Ende Jahr mit dem Mate 9 noch eine Schippe drauf. Die Mate-Reihe, bekannt für ihre übergrossen Bildschirme, fristete bei uns bisher ein Nischendasein. Doch mit den Features im aktuellen Modell soll sich dies ändern. Das übergrosse Smartphone ist auch bei Swisscom erhältlich. In der Bildergalerie und nachfolgend stellen wir das XL-Handy aus China ausführlich vor.

Der Full-HD-Bildschirm des fast randlosen Mate 9 ist mit 5,9 Zoll zwar riesig, trotzdem ist das Gerät aber nicht grösser als beispielsweise das iPhone 7 Plus mit seinem 5,5 Zoll Bildschirm. Möglich macht es ein Design-Trick: Huawei nutzt die Seitenränder fast komplett für das Display. Das darf gerne auch bei anderen Smartphone-Herstellern Schule machen.

Marathon-Akku und 64 GB Speicher

Ab Werk bietet das Mate 9 64 GB Speicher, wovon effektiv knapp 50 GB zur Verfügung stehen. Zusätzlicher Speicher ist via SD-Karte möglich. Mit dem 4000 mAh Akku verspricht Huawei einen langen Atem - und hält Wort. Das Mate 9 kommt bei normalem Gebrauch gut zwei Tage durch. Und wenn der Saft bald alle ist, ist das Smartphone dank der Schnellladefunktion via USB-C-Anschluss rasch wieder fit. In nur 20 Minuten Ladezeit ist der Akku für den ganzen Tag getankt.

Kamera im Spotlight

Bild zum Artikel

Diese Aufnahme entstand am Paradeplatz in Zürich: Wir nutzten ein Mini-Stativ und den Effekt «Lichtmalerei».
Bild: Bluewin

Ein besonderes Augenmerk gilt der Leica-Doppelkamera. Sie feierte im P9 Premiere, im Mate 9 steckt nun die zweite Generation mit mehr Megapixel, Bildstabilisator und Videos sind in 4K. Das Prinzip der doppelten Linse ist geblieben: Ein Sensor ist für die Farben zuständig, der zweite für Schwarzweiss. Beide Aufnahmen werden zu einem Bild kombiniert. Huawei verrspricht sich durch das Verfahren bei Fotos mehr Licht, mehr Schärfe und mehr Kontrast. Der RGB-Sensor knipst mit 12 Megapixel, die Monochrome-Linse neu mit 20 Megapixel. Die Frontkamera bringt es auf 8 Megapixel.

  • Kamera mit vielen Möglichkeiten: Die Bedienung der Foto-App ist angenehm gelöst. Wischt man nach rechts, gelangt man zu den unzähligen Modi: Monochrome, Nachtaufnahme, Graffiti (Lichterstreifen am Abend fotografieren), HDR etc. Auch wieder mit dabei sind die Leica-typischen Filter «Leuchtende Farben» (nicht mehr so knallige Farben wie beim P9) und «Glatter Farbverlauf». Ein Wisch nach links bringt einen zu den Einstellungen wie Auflösung, Timer, Kameraraster, Objektverfolgung etc.
  • Profi-Modus: In der Kamera-App ist ohnehin alles eine Frage der Einstellung. Es gibt neben der Automatik wieder einen Profi-Modus, der ambitionierten Smartphone-Fotografen Feinjustierungen wie ISO-Wert oder Weissabgleich ermöglicht.
  • Mehr herausholen mit dem Stativ: Für bestimmte Modi mit Langzeitbelichtung bewährt sich ein (Mini-)Stativ, damit es zu keinen Verwacklern kommt. Beim Modus «Nachtaufnahme» beträgt die Belichtungszeit 20 Sekunden und mehr. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach demselben Muster nutzen wir «Lichtmalerei», um ein vorbeifahrendes Tram zu fotografieren. Wir wurden mit einem gelungenen Lichtstreifen-Effekt belohnt.
  • Fokus nachträglich auf Foto bestimmen: Einer meiner Lieblingsfunktionen ist der Refokus: Hier bestimmen wir nachträglich, welches Objekt auf dem Bild fokussiert (scharf) wird.
  • Monochrome fotografieren: Schliesslich sind auch die besonders kontrastreichen Schwarzweiss-Aufnahmen wieder erstklassig und bieten sich gerade auch am Abend als Alternative für Farbfotos an, die bei diesen Lichtverhältnissen weniger zur Geltung kommen. Die hier erwähnten Beispiele sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Fünf Tipps für den Smartphone-Schutz

  • Smartphone Tipps
  • Displayfolie
  • Flipcase
  • unbekannte Quellen

Benutzeroberfläche mit gelungenen Funktionen

Auf dem Gerät ist das aktuellste Android 7.0 (Nougat) installiert. Huawei giesst darüber die eigene Oberfläche namens EMUI. Die Version 5.0 reagiert flott, ist aufgeräumt und funktioniert nach dem iPhone-Prinzip: Apps werden automatisch auf dem Homescreen abgelegt. Die Android-typische Drawer mit allen installierten Anwendungen fehlt, kann nun aber zugeschaltet werden. Insgesamt macht EMUI wieder einen grossen Schritt nach vorne und gibt in der App Hi Care dem Nutzer Tipps fürs Mate 9. Mittlerweile gönnt Huawei der eigenen Software auch regelmässig Updates, was dem Nutzer zugute kommt.

Diese Funktionen sind uns aufgefallen:

  • Homescreen filmen: Eine feine Sache ist der Videoaufnahmemodus. Hier filmt man Aktionen auf dem Bildschirm, was beispielsweise für ein Tutorial hilfreich ist.
  • Ultra-Schnappschuss: Drückt man die Leiser-Taste (Volume down) doppelt, schiesst man ein Foto, sogar wenn das Gerät gesperrt ist.
  • Klopfzeichen: Klopft man mit dem Fingerknöchel zweimal auf den Bildschirm, wird ein Screenshot erstellt. Klopfen wir mit zwei Chnödli, startet der oben erwähnten Videoaufnahmemodus.
  • Telefon-Manager: Hier schafft man Platz für Arbeitsspeicher, verwaltet Berechtigungen für Apps.
  • App vor Zugriff schützen: Anwendungen kann man mit dem Fingerabdruckensor sperren.
  • Zwei Profile anlegen: Ideal, um Arbeit und Privates zu trennen.

Fazit

Huawei setzt mit dem Mate 9 zum Jahresende noch einmal ein Ausrufezeichen - im Smartphone steckt extrem viel drin. Der grosse und scharfe Bildschirm, ein ausdauernder Akku, die verbesserte eigene Benutzeroberfläche und vor allem die Doppelkamera mit der gelungenen Software haben überzeugt. Wer gerne fotografiert, erhält mit dem Mate 9 ein umfangreiches Paket, das zum Experimentieren einlädt. Auch die Leistung stimmt, im Alltag zeigte das Smartphone keine Schwächen. Schade, dass es im Vergleich zur Konkurrenz nicht wasserfest ist. Ausserdem könnte man ankreiden, dass der Bildschirm «nur» Full HD bietet. Da bieten andere Hersteller eine höhrere Auflösung.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Huawei: 699 Franken.

Hinweis: Bluewin ist eine Marke der Swisscom (Schweiz) AG. Die Bluewin-Redaktion berichtet regelmässig über neue Produkte und Dienstleistungen von Swisscom.

Huawei enthüllt in München das Mate 9

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