Comeback in den USATiktok stürmt direkt wieder auf Platz 1 – wie lange geht das gut?
Martin Abgottspon
18.2.2025
Tiktok ist in den USA wieder in den Appstores verfügbar.
Monika Skolimowska/dpa
Nach wochenlanger Abwesenheit ist Tiktok in den USA zurück und erobert sofort Platz eins im Apple App-Store. Doch politische Unsicherheiten könnten die chinesische Plattform bald erneut ins Wanken bringen.
Tiktok feiert ein starkes Comeback und erreicht nach wochenlanger Sperre sofort Platz eins im Apple App-Store in den USA.
Donald Trump hat den drohenden Tiktok-Bann um 75 Tage verschoben, fordert jedoch den Verkauf des US-Geschäfts.
Sollte bis Anfang April keine Lösung gefunden werden, droht erneut ein Verbot, während ein kontroverser Vorschlag vorsieht, dass die US-Regierung Tiktok selbst übernimmt.
Tiktok feiert in den USA ein Comeback und stürmt sofort wieder an die Spitze. Nach einer mehrwöchigen Sperre hat sich die Plattform des chinesischen Unternehmens Bytedance binnen weniger Stunden auf Platz eins der Apple-Download-Charts katapultiert. Auch die zu Bytedance gehörende Video-Editing-App Capcut erreichte mit Rang fünf eine Top-Platzierung.
Interessant: Im Google Play-Store sind weder Tiktok noch Capcut unter den Top 25 der meistgeladenen kostenlosen Apps zu finden. Experten vermuten, dass viele Android-Nutzer die App bereits zuvor über andere Wege installiert hatten.
Politisches Tauziehen gefährdet Zukunft
Das Comeback von Tiktok könnte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Donald Trump hat den drohenden Bann der Plattform vorerst um 75 Tage aufgeschoben. Ziel sei es, einen geordneten Weg zu finden, der die nationale Sicherheit schützt, ohne die Kommunikationsplattform von Millionen Amerikanern abrupt abzuschalten.
Apple und Google zögerten dennoch, Tiktok wieder in ihre Stores aufzunehmen. Erst nach der Zusicherung von US-Justizministerin Pam Bondi, dass keine Strafzahlungen drohen, wagten die Tech-Giganten den Schritt. Laut Bloomberg gab Bondi grünes Licht und betonte, dass vorerst keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten seien.
Verkauf oder Verbot?
Die aktuelle Fristverlängerung endet Anfang April. Sollte bis dahin keine Lösung gefunden werden, droht erneut ein Bann. Trump fordert den Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok, um Sicherheitsbedenken auszuräumen. Laut The Information verhandeln Tiktok-CEO Shou Zi Chew und Trumps Team bereits mit potenziellen Käufern wie Oracle, Microsoft und Investor Kevin O’Leary. Auch Youtube-Star MrBeast hat Interesse bekundet.
Ein besonders umstrittener Vorschlag aus Trumps Umfeld: Die US-Regierung könnte Tiktok selbst übernehmen und durch einen neuen Staatsfonds steuern.