Vermehrte Angriffe Diese beliebte Schutzmethode schützt nicht zwingend vor Hackern

Martin Abgottspon

18.2.2025

Starke Passwörter sind im Zeitalter von KI wichtiger als je zuvor.
Starke Passwörter sind im Zeitalter von KI wichtiger als je zuvor.
Reddit

Passwort-Manager bieten viele Vorteile. Man muss sich nur ein Master-Passwort merken und ist in der Regel sicherer unterwegs. Doch das gilt nur noch bedingt wie zunehmende Hackerangriffe zeigen.

Martin Abgottspon

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Cyberangriffe auf Passwort-Manager haben sich verdreifacht, besonders durch die neue Malware «SneakThief».
  • Experten empfehlen starke, individuelle Passwörter und raten vom Speichern im Browser ab.
  • Passwort-Listen als Alternative: Ein Teil des Passworts wird notiert, der andere im Kopf behalten.

Wie eine aktuelle Analyse des IT-Sicherheitsunternehmens Picus Security zeigt, haben sich Cyberangriffe auf Passwort-Manager im vergangenen Jahr verdreifacht. Besonders betroffen sind populäre Anwendungen wie 1Password, LastPass oder NordPass, die von Millionen Menschen genutzt werden. Laut der Studie, die über eine Million verschiedene Malware-Varianten untersuchte, sind mittlerweile 25 Prozent aller Angriffe gezielt gegen Passwort-Manager oder im Browser gespeicherte Zugangsdaten gerichtet. Erstmals gehört diese Angriffsform zu den zehn meistgenutzten Cyberattacken weltweit.

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Besonders besorgniserregend ist die neue Angriffsmethode «SneakThief», eine mehrstufige Malware, die sich durch eine erhöhte Tarnung und Automatisierung auszeichnet. Sie ermöglicht es Cyberkriminellen, unbemerkt Daten zu extrahieren und weiterzuverwenden. Gelingt ein Angriff, erhalten Hacker nicht nur ein einzelnes Passwort, sondern potenziell den Zugang zu sämtlichen Online-Konten eines Nutzers.

Wie kann man sich schützen?

Sicherheitsexperten raten dazu, die bekannten Grundregeln für sichere Passwörter konsequent zu befolgen:

Das Einmaleins sicherer Passwörter

  • Länge und Komplexität: Ein sicheres Passwort sollte mindestens 16 Zeichen umfassen und eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.
  • Individuelle Passwörter: Für jeden Account sollte ein einzigartiges Passwort genutzt werden, um das Risiko eines «Dominoeffekts» bei Datenlecks zu minimieren.
  • Kein Speichern im Browser: Viele Nutzer speichern ihre Zugangsdaten im Webbrowser – eine riskante Praxis, da auch diese zunehmend angegriffen werden.

Und was mache ich mit meinem Passwort-Manager?

Wer bis anhin auf Passwort-Manager setzt muss diesen nicht gleich komplett einstellen. Ein bewusster Umgang mit Passwörtern als Ergänzung schadet aber sicherlich nicht. Eine mögliche Alternative beim Erstellen von Passwörtern könnte hier auch das Konzept der Passwort-Liste sein.

Bei dieser wird lediglich der zweite Teil eines Passworts gespeichert, während der erste Teil auf Basis eines individuellen Merksatzes im Kopf behalten wird. So könnte beispielsweise aus dem Satz «Ich fahre morgens am liebsten mit dem Fahrrad ins Büro, um fit zu bleiben» das Passwort «IfmalmdFiB,ufzb» abgeleitet werden. In Kombination mit einem individuellen Zusatz – etwa «45Social!?» für Instagram – entsteht ein sicheres und einzigartiges Passwort.

Sofern du solche Massnahmen ergreifst, ist auch die Verwendung von Passwort-Managern kein Problem. Nebest starken Passwörtern, aktivierst du im Idealfall auch wo möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung .