Phishing wird intelligenter Hackerangriffe auf Gmail-Nutzer nehmen zu – so schützt du dich

Martin Abgottspon

17.2.2025

Phishing-Attacken auf Gmail-Nutzer nehmen weiter zu.
Phishing-Attacken auf Gmail-Nutzer nehmen weiter zu.
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Phishing-Attacken auf Gmail-Adressen mehren sich. Was Künstliche Intelligenz damit zu tun hat und wie du dich am besten schützt.

Martin Abgottspon

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Seit 2022 ist die Zahl der Phishing-Angriffe, die Sicherheitsfilter umgehen, um 49 Prozent gestiegen.
  • Cyberkriminelle manipulieren Metadaten von Links, um täuschend echte Vorschauen auf Social-Media-Profile oder Webseiten zu erzeugen.
  • Umso wichtiger ist es, niemals auf verdächtig wirkende Links in Mails zu klicken.

Die Anzahl von Phishing-Attacken auf Gmail-Nutzer wuchs in den letzten Monaten rasant. Ein Trend, der auch durch Künstliche Intelligenz beschleunigt wird und es Nutzern zunehmend schwerer macht betrügerische Inhalte zu erkennen. Besonders alarmierend: Die Angriffe sind nicht nur technisch ausgefeilt, sondern zielen darauf ab, menschliches Verhalten zu manipulieren.

Laut dem Hoxhunt Phishing Trends Report von Anfang Februar sind die Phishing-Angriffe seit 2022 um 49 Prozent gestiegen. 4,7 Prozent aller Attacken werden durch KI generiert. Pyry Avist, Chief Technology Officer von Hoxhunt, warnt: «KI wird von Cyberkriminellen als Waffe genutzt, um eine neue Ära der Social-Engineering-Taktiken einzuläuten.»

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Beim Social Engineering geht es um die zwischenmenschliche Beeinflussung einer Person. Dabei versucht der Hacker das Vertrauen des Opfers zu gewinnen und ihn so zum Beispiel zur Preisgabe von vertraulichen Informationen oder zur Freigabe von Kreditkartendaten und Passwörtern zu bewegen. Ein ähnliches Prinzip also, wie man es schon seit Jahrzehnten von Enkeltrick-Betrügern kennt.

Links sind weiterhin die grösste Gefahr

Im Kern haben die meisten Angriffsversuche aber weiterhin ein zentrales Merkmal – sie setzen auf schädliche Links. Auch bei hochentwickelten KI-gestützten Angriffen ist letztlich das Klicken auf eine betrügerische URL der entscheidende Moment.

Adrianus Warmenhoven, Cybersicherheits-Experte bei Nord Security, warnt in einem aktuellen Video: «Phishing ist inzwischen einfacher als das Zusammenbauen von Möbelbausätzen.» Untersuchungen zeigen, dass Nutzer oft innerhalb von 60 Sekunden auf eine betrügerische E-Mail hereinfallen.

Besonders gefährlich ist die Nutzung von KI-gestützten Tools, die es Cyberkriminellen ermöglichen, perfekte Kopien von vertrauenswürdigen Websites zu erstellen. Mit nur wenigen Klicks können Angreifer gefälschte Portale anlegen, die optisch nicht von den echten Seiten zu unterscheiden sind.

Die Empfehlungen von Google

Die US-Bundespolizei FBI rät deshalb eindringlich dazu, verdächtige Links oder Anhänge in E-Mails niemals unüberlegt zu öffnen. Eine betrügerische Nachricht könne oft täuschend echt wirken, heisst es in einer Warnung.

Etwas konkreter sind die Sicherheitsempfehlungen von Google selbst.

Wie man sich am besten schützt

  • Erhaltene Nachrichten genau prüfen: Selbst wenn eine E-Mail vertrauenswürdig aussieht, sollte man niemals auf Links klicken oder Anhänge öffnen, bevor die Echtheit bestätigt wurde.
  • Passwortmanager nutzen: Diese füllen Passwörter nur auf authentischen Websites aus und können helfen, gefälschte Seiten zu entlarven.
  • Verdächtige Aktivitäten im Google-Konto regelmässig überprüfen: Auf der Google-Sicherheitsseite können Nutzer prüfen, ob verdächtige Logins oder andere Anomalien im Konto auftreten.