Alter Facebook-Hack kostenlos verfügbar Über 1,5 Millionen Schweizer Handynummern im Darknet – bist auch du betroffen?

Petar Marjanović

7.7.2025

Im Internet kann man sich schnell und kostenlos 1,5 Millionen Schweizer Handynummern herunterladen.
Im Internet kann man sich schnell und kostenlos 1,5 Millionen Schweizer Handynummern herunterladen.
Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Im Darknet kursiert eine Liste mit über 1,5 Millionen Schweizer Handynummern. blue News verrät, ob deine Nummer auch drin ist.

Petar Marjanović

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Im Darknet ist erneut eine Liste mit über 1,5 Millionen Schweizer Handynummern aufgetaucht.
  • Die Daten wurden bei früheren Lecks bei Facebook und WhatsApp gestohlen und enthalten auch Namen, Wohnort und Arbeitgeber.
  • Kriminelle nutzen die Infos für Betrug – Betroffene sollten vorsichtig sein.

Im Darknet – einem versteckten Teil des Internets – wird derzeit eine Liste mit über 1,5 Millionen Schweizer Handynummern angeboten.

In der Liste enthalten ist nicht bloss die Handynummer, sondern oft auch Name, Wohnort, Arbeitgeber oder sogar die E-Mail-Adresse. Solche Daten werden von Kriminellen missbraucht – etwa für Betrugsversuche, Liebesfallen oder Identitätsdiebstahl.

Früher waren solche Datenlisten teuer und nur über Kontakte zur Hackerszene oder dubiose Datenhändler erhältlich. Heute genügen ein spezieller Browser und das Wissen, wo man suchen muss – schon ist der Download kostenlos möglich. 

Facebook verriet Daten auf Anfrage

Die Daten stammen wohl aus zwei grossen Sicherheitslücken bei Facebook und WhatsApp. Beim ersten Vorfall, im Jahr 2021, wurden über 1,6 Millionen Schweizer Facebook-Profile öffentlich – samt Name, Wohnort, Arbeitgeber und teils Geburtsdatum oder E-Mail-Adresse.

Im zweiten Fall veröffentlichten Unbekannte rund 1,5 Millionen Schweizer WhatsApp-Nummern, die sie zuvor automatisiert gesammelt hatten. In beiden Fällen nutzten Angreifer technische Schwachstellen, um systematisch an die Informationen zu gelangen.

Eine Stichprobe von 80 Nummern durch blue News zeigt: Viele der veröffentlichten Daten sind nach wie vor korrekt und aktuell. 

Besonders heikel: In der Liste tauchen auch Nummern aktuellen oder ehemaligen Bundesrät*innen und anderen Bekanntheiten wie Fussballerinnen und Musikern auf.

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Ein zusätzliches Problem: Im Gegensatz zu E-Mail-Adressen oder Passwörtern ändern viele Menschen ihre Handynummer nur selten. Einmal im Umlauf, bleiben diese Daten also oft jahrelang im Netz – und damit auch in den Händen von Betrüger*innen.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) warnte schon 2022: Die Gefahr solcher Leaks ist gross – und die Folgen sind langfristig spürbar. Er rät zur Vorsicht bei Chat-Nachrichten von unbekannten Absender*innen. Bei Geldüberweisungen sollte zudem immer geprüft werden, von wem die Nachricht wirklich stammte – im Zweifel auch durch einen direkten Anruf.


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