Massiver Preisanstieg Wer einen neuen PC braucht, sollte wirklich Gas geben

Martin Abgottspon

4.2.2026

Die Preise für PC-Komponenten gehen durch die Decke.
Die Preise für PC-Komponenten gehen durch die Decke.
Gemini @blue News

Die Preise von PC-Komponenten schiessen weiter steil nach oben und es ist kein Ende in Sicht. Wer ein neues Gerät braucht, sollte nicht mehr lange warten.

Martin Abgottspon

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Bei Arbeitsspeicher und Festplatten drohen 2026 Preissteigerungen von bis zu 100 Prozent.
  • Da die Hersteller fast nur noch Chips für Künstliche Intelligenz bauen, wird Hardware für normale Kunden extrem knapp.
  • Experten raten zum Sofortkauf, da viele Chips in den nächsten Monaten voraussichtlich noch teurer werden.

Bereits seit Monaten ziehen die Preise für PC-Komponenten, insbesondere Arbeitsspeicher und Festplatten deutlich an. Und gemäss aktuellen Daten des Marktforschungsunternehmens TrendForce steht die Branche erst am Anfang einer neuen Eskalationsstufe.

Für das erste Quartal 2026 prognostizieren die Analysten Preissteigerungen, die in mehreren Segmenten historische Rekorde brechen könnten. Ursache ist weniger ein kurzfristiger Nachfragepeak als vielmehr eine strukturelle Verschiebung der Produktionsprioritäten zugunsten von KI-Infrastrukturen.

Der Engpass im Massenmarkt

Besonders drastisch fällt die Entwicklung im klassischen PC-Segment aus. DDR-Arbeitsspeicher für Desktop- und Notebook-Systeme könnte sich im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 100 Prozent verteuern. Selbst grosse PC-Hersteller mit langfristigen Lieferverträgen berichten von schrumpfenden Lagerbeständen.

Inzwischen sind aber nicht mehr nur die Speicher-Komponenten betroffen. Auch bei Grafikkarten droht ein neuer Preisschub. Da moderne GPUs ebenfalls auf schnelle Speicherchips angewiesen sind, werden die gestiegenen Produktionskosten eins zu eins an die Endkunden weitergegeben. Der Traum vom bezahlbaren Gaming-PC droht für viele zu platzen.

Für die Hersteller ist das ein Balanceakt. Die begrenzten Produktionskapazitäten müssen auf strategisch wichtige Kunden verteilt werden, ohne bestehende Partnerschaften zu gefährden. Der Markt wird damit zunehmend politisiert. Wer Rechenzentren für KI betreibt, erhält Vorrang, klassische Unternehmenskunden geraten ins Hintertreffen.

Auch Handys könnten teurer werden

MyTech: der digitale Hotspot für alle Tech-Fans

blue News bietet dir täglich Insights aus der Techwelt: News, Hintergründe,  Tipps und Ratschläge für deinen digitalen Alltag sowie Tests und Reviews zu Gadgets, Tools und Games.

Auch der Handymarkt bleibt von der Entwicklung nicht verschont. Bestimmte Speicher, die in Smartphones verbaut werden, verteuern sich um bis zu 90 Prozent. Amerikanische Hersteller haben sich ihre Liefermengen bereits Ende 2025 vertraglich gesichert. Chinesische Anbieter hingegen befinden sich noch in laufenden Verhandlungen.

Die Konsequenzen könnten sich mittelfristig in höheren Gerätepreisen oder einer stärkeren Differenzierung zwischen Premium- und Mittelklassemodellen niederschlagen.

Noch im Dezember hofften viele Beobachter auf eine Beruhigung im neuen Jahr – eine Fehleinschätzung. Die Kombination aus KI-Hype und begrenzten Fertigungskapazitäten schafft ein Szenario, in dem Hardware zum Luxusgut wird. Der Rat der Experten ist daher eindeutig: Wer ein notwendiges Upgrade vor sich hat, sollte nicht auf Rabattaktionen im Frühjahr hoffen. Die Preise werden in den kommenden Monaten voraussichtlich nur eine Richtung kennen: steil nach oben.