Todeswünsche sind für Facebook O.K.

dj

24.3.2021

Mordphantasien sind für Facebook offenkundig kein grosses Problem.
Mordphantasien sind für Facebook offenkundig kein grosses Problem.
Keystone

Geleakte Facebook-Moderationsrichtlinien zeigen, was alles erlaubt ist, Tesla verkauft Elektroautos nun auch gegen Bitcoin und Firefox verbessert die Tracker-Blockierung. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

dj

24.3.2021

Personen des öffentlichen Lebens den Tod zu wünschen, ist laut Facebook O.K. Das geht aus Moderationsrichtlinien der Social-Media-Plattform hervor, die dem «Guardian» zugespielt wurden. Die knapp 300 Seiten langen, internen Richtlinien dienen den grösstenteils outgesourcten und unterbezahlten Moderator*innen als Anleitung dafür, welche Inhalte auf Facebook gelöscht werden sollen und welche nicht.

Nicht gelöscht werden demnach «Aufrufe zum Tod» von Personen des öffentlichen Lebens, solange diese in dem Post nicht markiert werden. Facebooks Definition von «Person des öffentlichen Lebens» ist sehr breit, schon Lokalpolitiker*innen, Journalist*innen oder Social Media-Influencer mit mehr als 100’000 Followern werden von Facebook so eingestuft. Einzig wenn diese Mordphantasien als konkrete, ernsthafte Drohung aufgefasst werden könnten, werden sie laut den Richtlinien von Facebook entfernt.

Teslas lassen sich jetzt mit Bitcoin kaufen

Wie angekündigt hat Tesla nun in den USA die Möglichkeit gestartet, ein neues Elektroauto des Herstellers komplett in Bitcoin zu bezahlen. Einnahmen in der Kryptowährung werde Tesla dann nicht mehr in Dollar konvertierten, sondern zum eigenen Bitcoin-Vermögen des Unternehmens hinzufügen, teilte CEO Elon Musk auf Twitter mit. Ausserhalb der USA soll der Tesla-Kauf in Bitcoin im Laufe des Jahres möglich sein

Firefox verbessert Tracker-Blockierung

In Version 87 seines Browsers Firefox hat Mozilla die Blockierung von Werbe-Tracking verbessert. Bisher war diese etwa ruppig und ruinierte auch schon mal das Layout einer Website. Mit einem Feature namens «SmartBlock» kann Firefox nun entfernte Elemente ersetzen, um den Original-Look einer Website zu erhalten, berichtet «Ars Technica».

macOS-Betas liefern Hinweise auf neue iMacs

In einer Beta-Version von macOS Big Sur 11.3 sind die ersten Hinweise auf «iMac21,1» und «iMac21,2» aufgetaucht, wie «Macrumors» vermeldet. Dies sind Codenamen für bevorstehende iMacs, wohl die ersten mit den vom Unternehmen selbst entworfenen Apple Silicon-Chips. Die Inklusion der Geräte in eine Beta-Version des aktuellen macOS deutet darauf hin, dass die neuen iMacs wohl vor dem für den Herbst erwarteten macOS 12 lanciert werden.