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Trumps Vision von einer 500 Milliarden KI-Landschaft wird sich wohl nicht erfüllen.
Bild: Gemini @blue News
Ein halbes Jahr nach Trumps Ankündigung des KI-Infrastrukturprojekt «Stargate» zeichnet sich ein ernüchterndes Bild ab. Bisher wurde noch nicht ein einziger Vertrag unterschrieben.
Als Donald Trump am 21. Januar 2025 den Amtseid für seine zweite Amtszeit ablegte, war die Euphorie gross. Mit «Stargate» sollte ein wegweisendes KI-Infrastrukturprojekt entstehen, das nicht nur die USA, sondern die gesamte Weltwirtschaft beflügeln würde. Geplant war, dass ChatGPT-Entwickler OpenAI und Technologiepartner wie Oracle oder Softbank über vier Jahre hinweg die immense Summe von 500 Milliarden Dollar in den Bau neuer KI-Rechenzentren investieren würden.
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Doch schon kurz nach der Verkündung meldete sich Tech-Milliardär Elon Musk via Twitter zu Wort und platzte mit einer unmissverständlichen Bemerkung in die Feierlichkeiten: «Sie haben derzeit gar nicht das Geld dafür.» Eine Aussage, die zunächst als Rivalengeplänkel eines OpenAI-Konkurrenten abgetan wurde. Musk, der zu diesem Zeitpunkt selbst mit der Leitung von Doge betraut war, schien mit seinen Bedenken allein dazustehen.
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Die jüngsten Berichte des Wall Street Journal, die sich auf anonyme Quellen stützen, werfen jedoch ein neues Licht auf die Angelegenheit und bestätigen Musks Skepsis. Demnach ist ein halbes Jahr nach der vollmundigen Ankündigung in Sachen neuer KI-Infrastruktur noch immer nichts geschehen. Es sei noch kein einziger Vertrag für ein neues Rechenzentrum abgeschlossen worden.
Das Wall Street Journal berichtet weiter, dass die kurzfristigen Stargate-Ziele bereits zurückgeschraubt werden mussten. Ursprünglich hatte OpenAI verkündet, sofort 100 Milliarden Dollar für das Projekt bereitzustellen. Eine Summe, die angesichts der damaligen finanziellen Lage Softbanks, das als Hauptgeldgeber fungieren sollte, schwindelerregend wirkte. Laut Musk verfügte Softbank im Januar 2025 gerade einmal über knapp zehn Milliarden Dollar.
Doch es sind nicht nur die fehlenden finanziellen Mittel, die das Projekt ausbremsen. Laut Wall Street Journal konnten sich OpenAI und Softbank bislang nicht einmal auf mögliche Standorte für die geplanten KI-Rechenzentren einigen. In einer Mitteilung von OpenAI vom 22. Juli 2025, also ein halbes Jahr nach Projektankündigung, hiess es lediglich, man gehe mit Softbank «schnell an Standortbewertungen» heran und entwickle «neue Konzepte für Rechenzentren», um «fortschrittliche KI» zu ermöglichen. Konkrete Fortschritte bleiben jedoch aus.
OpenAI treibt derweil seine eigenen KI-Infrastrukturpläne voran, offenbar ohne die direkte finanzielle Beteiligung von Softbank. Dennoch wird diesen Vorhaben, wie das Tech-Portal Gizmodo berichtet, weiterhin das «Stargate»-Siegel verliehen. Ein kleiner Lichtblick am Horizont des 500-Milliarden-Dollar-Projekts scheint sich jedoch abzuzeichnen: Insiderkreisen zufolge soll bis Ende 2025 ein erstes Mini-Rechenzentrum in Ohio errichtet werden. Ob dieser bescheidene Fortschritt ausreicht, um das gigantische Versprechen von «Stargate» noch zu retten, bleibt abzuwarten.