Twitter-Chef Jack Dorsey ringt mit Trump-Verbannung

dj

14.1.2021 - 11:13

Twitter-CEO Jack Dorsey ringt mit seiner eigenen Macht.
Twitter-CEO Jack Dorsey ringt mit seiner eigenen Macht.
Keystone

Der Twitter-Chef äusserte sich zum Trump-Verbot, auch Snapchat verbannte nun den abgewählten Präsidenten und Airbnb streicht Reservationen in Washington. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

In einem langen Thread auf seiner eigenen Plattform hat sich Twitter-Chef Jack Dorsey erstmals direkt zur Verbannung des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump vom Kurznachrichtendienst geäussert. Das Verbot sei notwendig gewesen, schreibt Dorsey, sei aber schlussendlich auch ein «Versagen» Twitters, eine gesunde Gesprächskultur zu erschaffen.

Er sprach sich erneut für ein dezentrales soziales Netzwerk aus, das er mit Bitcoin verglich. Hierbei wäre Twitter nur ein Part eines grösseren Ganzen, die Macht einzelner Tech-CEOs wie Dorsey selbst würde dadurch begrenzt. Ende 2019 hatte Twitter bereits unter dem Namen «Blue Sky» angekündigt, ein Team für diesen Zweck zusammenzustellen.

Auch Snapchat sperrt Trump dauerhaft

Snapchat hat den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump nun dauerhaft gesperrt. Seit dem Sturm auf das Kapitol war sein Account zunächst eingeschränkt. Die permanente Sperre begründete Snapchat mit dem «Interesse der öffentlichen Sicherheit». Trump habe Fehlinformationen, Hassrede und Anstiftungen zur Gewalt verbreitet.

Airbnb streicht Reservationen in Washington

Der Ferienwohnungsvermittler Airbnb hatte alle Reservationen in den Washington für die Woche der Amtseinführung von Joe Biden gestrichen. Grund seien Berichte, dass bewaffnete Milizen sich auf den Weg zur US-Hauptstadt machen könnten. Alle Gäste bekommen das Geld für die Buchung zurück und auch die Wohnungsanbieter werden entschädigt, berichtet «The Verge».

Apple will 100 Millionen Dollar für soziale Zwecke ausgeben

Mit seiner «Racial Equity and Justice Initiative» will Apple 100 Millionen Dollar in unterprivilegierte Gegenden investieren. Dazu sollen unter anderem Bildungseinrichtungen in Detroit und Atlanta finanziert werden, in denen etwa kostenlose Programmierkurse angeboten werden, berichtet «Techcrunch».

Zurück zur Startseite