Digital-News des Tages Test: Ungeliebte Musiker bei Spotify blockieren

dj

22.1.2019

Der Musicstreamingdienst Spotify bietet eine neue Blockier-Funktion an.
Der Musicstreamingdienst Spotify bietet eine neue Blockier-Funktion an.
Symbolbild: iStock.

Bei Spotify lässt sich nun testweise ganz einfach ein Künstler blockieren, CNIL vs. Google, Russland geht gegen Facebook und Twitter vor und Westen für Arbeiter sollen bei Amazon Kollisionen mit Robotern verhindern. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Beim Musikstreaming-Dienst Spotify kann man nun ganz einfach Künstler blockieren, die einem nicht gefallen. In der iOS-App von Spotify läuft ein entsprechender Test. Hört man einen Titel eines ungeliebten Künstler, muss einfach der Button «Diesen Künstler nicht mehr spielen» berührt werden.

Falls sich Tracks von blockierten Künstlern dann etwa in gerade gehörten Playlists finden, werden sie einfach übersprungen. Unmittelbarer Anlass für diese Änderung ist offenbar die gegenwärtige Kontroverse um Rapper R. Kelly. Dieser ist schon seit Jahrzehnten Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs ausgesetzt ist, die nun in einer viel beachteten Doku-Serie neu aufgegriffen wurden.

Russland geht gegen Facebook und Twitter vor

Die russische Kommunikationsbehörde Roskomnadzor hat laut «Wall Street Journal» ein Verfahren gegen Facebook und Twitter eingeleitet. Laut russischen Gesetzen müssen Daten russischer Nutzer in dem Land selbst gespeichert werden. Den Unternehmen drohen Geldstrafe und eine Zugriffsperre. Letztes Jahr hatte Russland den verschlüsselten Nachrichtendienst Telegramm blockiert.

Apple spendet 365 Millionen Dollar

In den vergangen acht Jahren hat der Tech-Gigant über sein Apple Giving-Programm mehr als 365 Millionen Dollar an gemeinnützige Organisationen gespendet. Bei dem Programm verdoppelt das Unternehmen jede Spende, die Mitarbeiter einer Organisation geben.

Datenleck bei AIESEC

Bei der internationalen Studierendenorganisation AIESEC gab es ein riesiges Datenleck. Wie der Sicherheitsforscher Bob Diachenko entdeckte, war eine Datenbank mit persönlichen Informationen zu knapp vier Millionen Bewerbern auf Praktikumsplätze bei AIESEC rund einen Monat lang öffentlich zugänglich.

Westen gegen Roboterkollisionen

Mitarbeiter in Amazon-Lagern bekommen spezielle Westen, die Kollisionen mit Robotern verhindern sollen, wie techcrunch.com meldet. In den Westen sind Sensoren eingebaut, die die Roboter vor Menschen warnen und sie zum Abbremsen bringen sollen.

Kartellverfahren gegen Google eingestellt

Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat ein Kartellverfahren gegen Google eingestellt. Der Tech-Gigant hatte eine Vereinbarung mit Eyeo, den Machern des populären Werbeblockers Adblock Plus, abgeschlossen. Dadurch wurde gewisse Google-Werbung nicht mehr von Adblock Plus blockiert. Nach kleineren Vertragssänderungen sei diese Vereinbarung mit österreichischem Recht vereinbar, so die BWB.

Update für Midi

Midi, der Standard für digitale Musik, soll nach über 35 Jahren ein Update bekommen. Die verantwortlichen Organisationen Midi Manufacturers Association und Association of Music Electronics Industry arbeiten dazu an Midi 2.0. Die Auflösung von Midi und damit die Klangqualität soll dramatisch verbessert werden, gleichzeitig soll Midi 2.0 aber auch mit dem 1982 veröffentlichten Midi 1.0 abwärtskompatibel sein.

Millionenstrafe für Google

Die ersten grossen Strafe im Zusammenhang mit der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird fällig: Google wird in Frankreich mit 50 Millionen Euro zur Kasse gebeten. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat Verstösse gegen die seit Ende Mai 2018 geltende DSGVO fest. Unter anderem seien Informationen zur Verwendung der erhobenen Daten und dem Speicher-Zeitraum für die Nutzer nicht einfach genug zugänglich. Sie seien über mehrere Dokumente verteilt und Nutzer müssten sich über mehrere Links und Buttons zu den Informationen durchklicken. Nicht zuletzt seien einige der Informationen unklar formuliert, liess die CNIL verlauten. Google teilte mit, man prüfe den Fall.

Kreativität auf Deutsch

Apple Everyone Can Create, zu Deutsch Jeder kann kreativ sein, ist nun auch auf Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch bei Apple Books verfügbar. Die kostenlosen Projektleitfäden für das iPad sollen Schüler dabei unterstützen, Ideen mittels Musik, Video, Zeichnung und Fotos zu entwickeln. In ein paar Wochen soll der Lehrplan auch in den Sprachen Niederländisch und Schwedisch erhältlich sein. 

Weitere Digital-News in Kürze

Samsung hat mit dem Isocell Slim 3T2 einen kompakten Kamerasensor für Smartphones vorgestellt. Mit einer Diagonale von 5,1 Millimetern ist er der kleines Smartphone-Kamerasensor auf dem Markt.

Apple soll 2020 ausschliesslich auf iPhones mit OLED setzen wollen, meldet wsj.com. 

Slightly Mad: CEO Ian Bell hat Bilder des Gamepads der kommenden Spielekonsole Mad Box präsentiert:

Bilder des Tages 

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