Mehrere Länder leiten Schritte ein US-Abgeordnete wollen KI-App Deepseek von Telefonen verbannen

tgre

6.2.2025 - 23:48

Im US-Repräsentantenhaus wird versucht, die chinesische App Deepseek zu verbieten.
Im US-Repräsentantenhaus wird versucht, die chinesische App Deepseek zu verbieten.
Bild: Patrick Pleul/dpa

In den USA gibt es bereits ein Verbot für die App Tiktok des chinesischen Unternehmens ByteDance auf Geräten der Regierung. Im US-Repräsentantenhaus wird versucht, auch die chinesische App Deepseek zu verbieten.

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  • In den USA soll die chinesische KI-App Deepseek von Geräten der Regierung verbannt werden.
  • Abgeordnete befürchten, dass die chinesische Regierung die App zur Überwachung und für Falschinformationen nutzen könne.
  • Mehrere Länder haben bereits Schritte eingeleitet, um den KI-Chatbot von Deepseek aus Sicherheitsgründen zu verbieten.

Abgeordnete der Republikanischen und der Demokratischen Partei im US-Repräsentantenhaus wollen die chinesische KI-App Deepseek von Geräten der Regierung verbannen. Der Demokrat Josh Gottheimer und der Republikaner Darin LaHood brachten am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz ein.

Dieses würde es Staatsbediensteten verbieten, die Künstliche-Intelligenz-App auf elektronischen Geräten zu benutzen, die dem Staat gehören. Die Abgeordneten verwiesen dabei darauf, dass die chinesische Regierung die App zur Überwachung und für Falschinformationen nutzen könne.

Mehrere Länder wollen Deepseek verbieten

«Die chinesische kommunistische Partei hat es sehr deutlich gemacht, dass sie jedes ihr verfügbare Werkzeug ausnutzen wird, um unsere nationale Sicherheit zu untergraben, schädliche Desinformation von sich zu geben und Daten über Amerikaner zu sammeln», teilte Gottheimer mit.

Die chinesische Softwarefirma Deepseek hatte im Dezember ein KI-Modell veröffentlicht, das mit Modellen amerikanischer Firmen wie OpenAI, Meta und Alphabet konkurriert. Das Unternehmen behauptete, es habe sein Modell zu einem Bruchteil der Kosten entwickelt, die seine amerikanischen Konkurrenten gehabt hätten.

LaHood teilte in einer Stellungnahme mit: «Der Technologie-Wettbewerb mit der chinesischen kommunistischen Partei ist keiner, den die Vereinigten Staaten verlieren dürfen.» Er argumentierte weiter, es sei «wichtig, dass der Kongress die Daten von Amerikanern schützt und weiterhin die amerikanische Führung bei der KI gewährleistet».

Mehrere Länder haben Schritte eingeleitet, um den KI-Chatbot von Deepseek aus Sicherheitsgründen zu verbieten, entweder ganz oder auf staatlichen Telefonen. Die italienische Datenschutzbehörde blockierte im Januar den Zugang zu Deepseek mit der Begründung, dadurch würden die Daten von Nutzern geschützt. Taiwan gab in dieser Woche bekannt, seine Regierungsbehörden dürften die KI des chinesischen Anbieters nicht verwenden. Das südkoreanische Industrieministerium hat vorübergehend den Zugang seiner Angestellten zur App blockiert. Australien teilte in dieser Woche mit, es habe Deepseek in Systemen der Regierung und auf deren Geräten verboten.