Algorithmen für politische Agenda? Razzia bei X – Elon Musk wird in Frankreich vorgeladen

dpa

3.2.2026 - 21:51

Die Räume der Online-Plattform X sind von der französischen Justiz durchsucht worden – Elon Musk wird zur Vernehmung vorgeladen.
Die Räume der Online-Plattform X sind von der französischen Justiz durchsucht worden – Elon Musk wird zur Vernehmung vorgeladen.
sda (Archivbild)

In Paris haben Ermittler Räumlichkeiten von X durchsucht – neue Vorwürfe betreffen Deepfakes und Holocaustleugnung. Jetzt muss Elon Musk in Paris aussagen.

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DPA, Redaktion blue News

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In Frankreich sind Räumlichkeiten der Online-Plattform X durchsucht worden. 
  • Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Elon Musk persönlich zu einer Vernehmen am 20. April in Paris vorgeladen.
  • Seit einem Jahr wird gegen X wegen des Vorwurfs ermittelt, Algorithmen verändert zu haben, um rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu bescheren.
  • Zusätzlich wird wegen Vorwürfen wegen Holocaust-Leugnung und sexualisierter Abbildungen ermittelt.

Der Tech-Unternehmer Elon Musk gerät mit seiner Plattform X zunehmend in rechtliche Bedrängnis. In mehreren Ländern hat die Justiz sowohl das soziale Netzwerk, als auch den KI-Chatbot Grok im Visier.

Nun hat die Pariser Justiz Räumlichkeiten der Online-Plattform X in Frankreich durchsuchen lassen. Im Zuge von Ermittlungen gegen das soziale Netzwerk seien ausserdem Vorladungen an den Tech-Milliardär sowie die frühere X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino zur Vernehmung am 20. April in der französischen Hauptstadt verschickt worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.

Bei der Durchsuchung seien auch Mitarbeiter der europäischen Polizeibehörde Europol dabei gewesen.

Algorithmen angepasst?

Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt seit rund einem Jahr gegen X wegen des Vorwurfs, dass Algorithmen in dem sozialen Netzwerk verändert worden sein sollen, um rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu bescheren. 

Neu sind seit Kurzem auch Vorwürfe wegen Holocaust-Leugnung und sexualisierter Abbildungen. Dabei geht es um vom KI-Chatbot Grok erstellte Bilder von Frauen und Kindern, sogenannte Deepfakes. Deepfakes sind mit Hilfe von KI erstellte Videos, Bilder oder Audio-Dateien, die täuschend echt wirken, es aber nicht sind.

Die Ermittlungen verfolgten einen konstruktiven Ansatz und hätten das Ziel, einen Betrieb der Plattform X in Frankreich im Einklang mit den französischen Gesetzen zu gewährleisten, sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau.


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