Betrüger locken mit Fake-Webseiten Vorsicht beim Vignetten-Kauf – Bund warnt vor Abzocke

Dominik Müller

4.12.2025

Die Autobahnvignette für das Jahr 2025 ist noch bis Ende Januar 2026 gültig. (Archivbild)
Die Autobahnvignette für das Jahr 2025 ist noch bis Ende Januar 2026 gültig. (Archivbild)
Bild: Keystone

Die Autobahnvignette 2026 ist da – und mit ihr eine Welle von Betrugsversuchen im Netz. Der Bund sowie der Konsumentenschutz warnen vor inoffiziellen Verkaufsplattformen.

Dominik Müller

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Seit 2024 kann die Autobahnvignette elektronisch bezogen werden.
  • Das Bundesamt für Zoll und der Konsumentenschutz warnen vor Betrug durch gefälschte Webseiten und überteuerte inoffizielle Anbieter.
  • Die offizielle E-Vignette kostet 40 Franken, ist an ein Kontrollschild gebunden und bietet praktische Vorteile wie einfacheren Wechsel bei Autoverkauf oder Nutzung durch ausländische Fahrer*innen.

Ab sofort ist die Autobahnvignette fürs nächste Jahr erhältlich. Seit 2024 kann diese auch elektronisch gelöst werden – als Alternative zum Aufkleber für die Windschutzscheibe. Rund 45 Prozent der Käuferinnen und Käufer entschieden sich bei der 2025-Vignette für die digitale Variante.

Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: «In den letzten Wochen häufen sich Meldungen zu Online-Betrugsfällen mit der Schweizer E-Vignette», schreibt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) auf seiner Website. Einerseits seien gefälschte Webseiten im Netz, auf denen man die Vignette vermeintlich kaufen kann. Andererseits erhalten Personen E-Mails, in denen sie aufgefordert werden, ihre Zahlungsinformationen nach dem Kauf erneut einzugeben.

Auch der Konsumentenschutz warnt in einem Beitrag auf Instagram vor Abzocke mit Vignetten. Nebst dem offiziellen Verkaufskanal des Bundes gebe es weitere, inoffizielle Anbieter. «Bei diesen Trittbrettfahrer*innen erhält man die E-Vignette zwar auch, allerdings zu einem höheren Preis: Statt 40 Franken kostet sie je nach Anbieter*in bis zu 50 Franken», heisst es im Beitrag.

Keine E-Mails, keine Kaution

Sowohl BAZG als auch Konsumentenschutz raten dringend, den Kauf einer E-Vignette ausschliesslich über den offiziellen Kanal des Bundes zu tätigen. Das BAZG verlangt genau 40 Franken für die E-Vignette und keine Kaution. Ebenfalls fragt das BAZG gemäss eigenen Angaben niemals per E-Mail, Zahlungsinformationen zu bestätigen.

Die sogenannte E-Vignette ist für ein bestimmtes Kontrollschild gültig. Dies hat mehrere Vorteile – zum Beispiel, wenn das Auto verkauft, aber die Nummer behalten wird. Auch für Besitzer*innen von mehreren Autos, für die das gleiche Kontrollschild verwendet wird, bringt die elektronische Variante finanzielle Vorteile.

Kein Zeitdruck beim Kauf

Weitere Vorteile der E-Vignette? Das Abkratzen von alten, nicht mehr gültigen Klebeetiketten von der Windschutzscheibe entfällt. Und sie erleichtert auch den Prozess für ausländische Autofahrer*innen, zumal die E-Vignette bereits vor dem Grenzübertritt gelöst werden kann.

Ob digital oder physisch: Beeilen muss man sich mit dem Vignetten-Kauf noch nicht, die aktuelle Vignette 2025 ist noch bis Ende Januar 2026 gültig.


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