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Dieses WhatsApp-Auto stammt aus einem Videospiel.
Microsoft
WhatsApp bekommt nun doch noch seine eigene CarPlay-App. Diese verfügt aus Sicherheitsgründen allerdings über einen deutlich eingeschränkten Funktionsumfang.
Bisher war WhatsApp im Auto für iPhone-User nur als Anhängsel von Siri präsent. Benachrichtigungen vorlesen lassen, per Sprache antworten, mehr nicht. Die eigene CarPlay-App geht nun einen Schritt weiter. Nutzer sehen ihre aktuellen Kontakte, können Anrufe verwalten und Nachrichten versenden, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.
Der entscheidende Unterschied liegt in dem, was die App verweigert. Einzelne Unterhaltungen lassen sich zwar anwählen, nicht aber durchscrollen – das wäre schlicht zu viel visueller Aufwand hinter dem Lenkrad. Die Chatliste dient stattdessen als Sprungbrett. Schnell den richtigen Kontakt finden, dann per Sprachbefehl oder Tipp weiter. Das Prinzip erinnert an einen gut sortierten Schreibtisch, von dem man nur das Nötigste greifen kann.
WhatsApp folgt damit einem Designansatz, den Apple mit CarPlay grundsätzlich vorgegeben hat: reduzierte Oberflächen, minimale Eingaben, maximale Strassenaufmerksamkeit. Dass der Messenger dennoch lange ohne eigene App auskam, dürfte schlicht daran gelegen haben, dass Siri als Brücke funktionierte.
Verfügbar ist die neue App derzeit ausschliesslich für Beta-Tester, die über Apples TestFlight-Programm die aktuellsten Vorabversionen von WhatsApp für iOS installieren. Ein regulärer Rollout ist noch nicht angekündigt.
Die eigentliche Frage, die sich dahinter verbirgt, ist grundsätzlicher Natur: Wie viel Smartphone verträgt das Cockpit überhaupt? Apple und Google bauen ihre Fahrzeugschnittstellen kontinuierlich aus, Autohersteller integrieren immer grössere Displays und gleichzeitig steigt der Druck auf App-Entwickler, ihre Produkte fahruntauglich zu beschneiden. WhatsApp liefert mit dieser Beta eine Antwort. Vorläufig und mit angezogener Handbremse.