Kernprodukt grundlegend neuWhatsApp plant Chat-Revolution – was du jetzt wissen musst
Sven Ziegler
11.11.2025
Bald soll man WhatsApp auch ausserhalb der Plattform nutzen können.
WhatsApp
WhatsApp verändert sein Kernprodukt: Mit einem neuen Update kannst du erstmals Personen erreichen, die gar keinen WhatsApp-Account haben. Doch plattformübergreifendes Chatten kommt nicht ohne Haken.
WhatsApp schraubt an einer seiner grössten Veränderungen seit Jahren: Dank eines neuen Updates kannst du künftig direkt mit Menschen chatten, die andere Messenger benutzen. Damit setzt der Konzern neue EU-Regeln um, die mehr Interoperabilität zwischen Diensten vorschreiben.
Bisher war klar: Wer nicht auf WhatsApp sein wollte, war für dich nur über andere Apps erreichbar. Genau das ändert sich jetzt – allerdings gelten dabei neue Spielregeln.
Deine Telefonnummer wird immer sichtbar sein, sobald du mit einem Drittanbieter-Kontakt schreibst. Name oder Profilbild werden jedoch nicht weitergegeben. Damit will WhatsApp die Privatsphäre schützen, auch wenn der Chat ausserhalb des eigenen Systems läuft.
Ganz ohne Einschränkungen funktioniert die Neuerung aber nicht: Laut dem Portal futurezone.de importiert WhatsApp technische Registrierungsdaten der Drittanbieter-User. Ausserdem gilt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur für Nachrichten, die über WhatsApp laufen. Ob externe Messenger die gleichen Standards einhalten, ist nicht garantiert.
Neue WhatsApp-Funktion kann bereits jetzt genutzt werden
Der Rollout hat bereits begonnen: In der Android-Beta 2.25.33.8 ist die Funktion testweise aktiviert – unterstützt wird zum Start der Dienst BirdyChat. Weitere Messenger sollen folgen, sofern sie die Sicherheits- und Verschlüsselungsanforderungen erfüllen. Auch iOS-User werden Zugriff erhalten.
Nicht alles wird plattformübergreifend funktionieren. Während Textnachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Dokumente übergreifend versendet werden können, bleiben Sticker, Status-Updates und selbstlöschende Nachrichten vorerst WhatsApp-exklusiv.
Für viele Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das Update dennoch eine klare Verbesserung: Kontakte ausserhalb von WhatsApp lassen sich einfacher erreichen – und vielleicht braucht man künftig weniger Apps auf dem Smartphone.