Zoom macht Kehrtwende bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

dj

18.6.2020

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt's jetzt doch gratis bei Zoom.
Getty Images

Zoom bietet jetzt doch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle, Trump wollte heimlich einen Deal wegen Huawei machen und die Daten von Hunderttausenden Dating-App-Nutzern wurden geleakt. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Der Videokonferenzdienst Zoom will nun doch Ende-zu-Ende-Verschlüsslung für alle seine Nutzer anbieten. Zuvor hiess es vonseiten des Unternehmens, dies wolle man nur seinen zahlenden Kunden vorbehalten. Diese Position sowie die Löschung von Accounts nach Anordnung der chinesischen Regierung brachte Zoom massive Kritik ein.

Die Verschlüsselung soll in einer Beta-Version ab Juli verfügbar sein, wie CEO Eric Yuan im Firmenblog schrieb. Die Nutzer müssten sich nur einmalig über ihre Natel-Nummer verifizieren. Damit habe man die richtige Balance zwischen dem Recht des einzelnen Nutzers auf Privatsphäre und der Sicherheit der Nutzer der Plattform insgesamt gefunden, so Yuan.

Trump wollte Deal wegen Huawei

US-Präsident Donald Trump soll 2019 heimlich angeboten haben, die Strafverfolgung von Huawei einzustellen, falls China Zugeständnisse in Handelsstreitigkeiten mache. Das behauptet zumindest sein früherer Sicherheitsberater John Bolton in seinem Enthüllungsbuch. In Kanada kämpft gerade die Tochter des Huawei-Gründers gegen ihre Auslieferung wegen amerikanischer Betrugsvorwürfe.

Trump führt Werbekampagne gegen Twitter und Snapchat

Auf Facebook hat die Wiederwahlkampagne von Trump Wahlwerbung gegen Twitter und Snapchat geschaltet, wie «Mashable» berichtet. Beide würden in den Wahlprozess eingreifen und versuchen, «euren Präsidenten zum Schweigen zu bringen», heisst es in der Anzeige. Nicht angegriffen wurde Facebook selbst.

Daten von Hunderttausenden Dating-Nutzern geleakt

Intime Daten von Hunderttausenden Dating-App-Nutzern, darunter private Nachrichten und Fotografien, sind im Netz aufgetaucht, wie «Wired» berichtet. Der gesamte Umfang einer öffentlich herunterladbaren Datenbank beträgt 845 GByte. Betroffen waren eher Nischen-Apps, wie «3somes», «Cougary» oder «Herpes Dating».

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